Hagebutte hält die Gelenke jung und fit

Sarah Schwiete Medizinredakteurin
Die Hagebutte enthält zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen
Die Hagebutte enthält zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen © iStock

Die Frucht der Wildrose gehört zu den gesündesten Geschenken der Natur. Welche positiven Auswirkungen die Hagebutte auf unsere Gesundheit hat, verraten wir hier.

Hagebutte verringert Gelenkverschleiß

Die Hagebutte liefert jede Menge Pflanzenstoffe, die Entzündungen im Körper hemmen. Zudem unterstützen die roten Früchte die Nährstoffversorgung des Knorpels. So verringern die Beeren Gelenkverschleiß sowie deren Begleiterscheinungen wie Schmerzen und Steifigkeit – und erhalten die Beweglichkeit. Verantwortlich für diesen Effekt ist ein sogenanntes Galaktolipid, das eine schmerzhemmende und entzündungslindernde Wirkung hat. Das Galaktolipid sorgt für eine Neubildung von Kollagen und eine verbesserte Bewegungsfähigkeit des Knorpels an Knie, Hüfte und Schulter. Aus diesem Grund werden Präparate mit Hagebutten-Extrakt u.a. zur Behandlung von Gelenkkrankheiten wie Arthrose eingesetzt.

Hagebutte enthält mehr Vitamin C als Zitronen

Bis in den Frühling hinein setzen die roten Früchte am Wegesrand warme Farbtupfer, trotzen der Kälte und den Winterstürmen. Wegen ihrer Widerstandskraft wurden der Hagebutte schon immer besondere Kraft zugeschrieben. Tatsächlich hält sie den Europarekord im Vitamin-C-Gehalt: 100 g Hagebutten enthalten 500 mg Vitamin C – zehnmal so viel wie Zitronen!

Der hohe Vitamin C-Gehalt der Hagebutte wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus, da er

  • das Immunsystem stärkt
  • Frühjahrsmüdigkeit lindert
  • Erkältung und Schnupfen vorbeugt
  • eine leicht entwässernde Wirkung hat
  • den Stuhlgang fördert
  • das Bindegewebe festigt

Vitamin C ist aber nicht der einzige Inhaltsstoff, der die Hagebutte zu einen wahren Gesundwunder werden lässt. Sie ist außerdem sehr reich an

  • ätherischen Ölen
  • Fruchtsäuren
  • Pektine
  • Gerbstoffen
  • Kieselsäure
  • Lycopin und Flavonoide (Antioxidantien)
  • Provitamin A, Vitamin B1 und B2 sowie Vitamin E
  • Magnesium, Eisen, Natrium, Zink, Kalzium, Kupfer und Phosphor
Hagebuttentee wirkt besonders gut gegen Erkältungen
Hagebuttentee wirkt besonders gut gegen Erkältungen© iStock
 

Wo wächst die Hagebutte?

Die Hagebutte wächst an sonnigen Standorten in Wäldern, Wiesen und Dünen. Je länger sie am Strauch ist, desto süßer wird sie. Eine Hagebutte kann ganz unterschiedliche Formen haben: groß und klein, länglich-oval, glatt oder mit kleinen Borsten wächst sie einzeln oder in Rispen. Die verschiedenen Formen, Größen und Farbnuancen sind abhängig vom Rosenstock, an dem sie wächst. Für alle Wildrosen gilt: Man darf sie nach der Blüte nicht zurückschneiden. Denn nur aus dem Blütenstand bildet sich die Hagebutte.

Wann ist die Hagebutte reif?

Die sauren und sehr Vitamin C reichen Hagebutten sind zum Glück genau dann reif, wenn wir starke Abwehrkräfte brauchen, nämlich in Herbst und Winter. Dann ist die Hagebutte die optimale Unterstützung für das Immunsystem. Hagebuttentee wirkt besonders gut gegen Erkältungen. Hagebuttenmus regt den Appetit an und dient der allgemeinen Kräftigung. Ihre Besonderheit: Die Hagebutte gehört auch zu den Früchten mit der größten Menge des Anti-Krebs-Stoff Lycopin. Zudem hilft sie gegen Parodontitis und schweren Beinen.

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