Hagebutte - Die Heilpflanze mit viel Vitamin C

Die Hagebutte galt früher als Stärkungsmittel bei Harnwegserkrankungen, Erkältungen und als Laxans bei Verstopfung. Heute kommen die Früchte und Schalen als Aromaträger bei Teemischungen zum Einsatz und die Hagebuttenextrakte sind in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.

Hagebutte
Die Hagebutte dient sehr gut als Aromaträger und wird häufig in Teemischungen verwendet© Fotolia
 

Hagebutte: Anwendung und Heilwirkung

Definition Hagebutte

Bezeichnung: Rosa canina                 Familie: Rosengewächse (Rosaceae) Gattung: Rosen (Rosa)

In der Vergangenheit die Hagebutte, die (Schein-)Frucht der Hundsrose, volksmedizinisch als Stärkungsmittel bekannt. Sie wurde bei Harnwegserkrankungen, bei Erkältungen und als Laxans bei Verstopfung eingenommen. Ihre Wirksamkeit gilt allerdings nicht als bestätigt (Kommission E). Heute kommen die Früchte und Schalen als Aromaträger bei Teemischungen zum Einsatz. Hagebuttenextrakte sind auch in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Beim Trocknen allerdings sinkt der Vitamin C-Gehalt so rapide, dass ein entsprechender Mangel höchstens mit den frischen Früchten ausgeglichen werden kann. Außerdem kann aus den Kernen der Hagebutte ein Öl hergestellt werden, das zur Pflege der Haut dient.

 

In der Hagebutte enthaltende Wirkstoffe

Ascorbinsäure (Vitamin C) Pektin, Gerbstoffe, Schleimstoffe.

 

Botanik

Hagebutte
Hagebutte enthält viel Vitamin C und stärkt somit das Immunsystem© Fotolia

Die Hagebutte ist ein bis zu 2 Meter hoher Strauch mit überhangenden Ästen, welche mit sichelförmig gekrümmten Stacheln bewehrt sind. Die Blätter der Hagebutte sind fünf- bis siebenzählig gefiedert und blühen im Juni und Juli blassrosa. Die Scheinfrüchte der Hagebutte sind fleischig, kahl, eiförmig und rot. In ihnen befinden sich kleine, harte Nüsse, die eigentliche Frucht.     

 

Verbreitung der Hagebutte

Das Verbreitungsgebiet der Hagebutte erstreckt sich von Vorderasien und Nordwestafrika über ganz Europa mit Ausnahme des äußersten Nordens Skandinaviens. Nach Nordamerika kam die Pflanze durch den Menschen. Bevorzugte Standorte sind Waldränder, Laubwälder sowie Hecken.

 

So wird sie auch genannt

Heckenrose, Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche, Mehlbeere

Wissenswertes über die Hagebutte

Schon im Altertum wurde die Hagebutte zu Heilzwecken verwendet. Bei Hildegard von Bingen findet man den Hinweis, sie stärke den Magen und helfe bei Lungenleiden. Den Germanen galt die Hagebutte als Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Freya und wurde wahrscheinlich zur Stärkung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingesetzt.

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