Hämatome: Behandlung ist meist nicht notwendig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ein Hämatom, das nicht mit schweren Verletzungen wie Knochenbrüchen oder Bänderrissen einhergeht, bedarf normalerweise keiner ärztlichen Behandlung. Ein einfacher Bluterguss ist zwar meist schmerzhaft, verheilt aber nach rund einer, spätestens nach drei Wochen von selbst. Ein Hämatom entsteht häufig infolge einer Sportverletzung.

Halten Sie sich dabei zur Erstversorgung an die sogenannte PECH-Regel: Pause – Eis – Compression (Anlegen eines Druckverbands) – Hochlagerung. Ratsam ist, die betroffene Stelle in den ersten 24 Stunden zu kühlen, zum Beispiel mit einer Kühlkompresse oder einem Eisbeutel. Die Kälte verengt die Blutgefäße, dadurch tritt weniger Blut aus. Legen Sie das Kühlmittel jedoch nicht direkt auf die Haut, sondern eingeschlagen in ein Tuch, um Unterkühlungen der Haut zu vermeiden. Hilfreich ist zudem, die betroffene Stelle – falls möglich – hoch zu lagern, sodass weniger Blut nachfließt. Außerdem ist es ratsam, die betroffene Stelle nicht unnötig zu belasten. Vermeiden Sie bei der Behandlung eines Hämatoms Alkohol und Wärme, vor allem in den ersten 24 Stunden.

Unterstützend können Sie bei einem größeren Hämatom eine Heparin-haltige Salbe anwenden, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Klären Sie dies jedoch mit Ihrem Arzt ab, da diese Salben vor allem bei Kindern Hautreizungen verursachen können. Wenn Sie starke Schmerzen durch den Bluterguss haben, können Sie kurzfristig auch Schmerzmittel (wie Diclofenac oder Ibuprofen) einnehmen. Sollten die Schmerzen oder die Schwellung nicht nachlassen, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, da eventuell doch eine tiefere Verletzung vorliegt.

Nur in schwerwiegenden Fällen muss ein Hämatom ärztlich behandelt werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich Blutergüsse in Körperhöhlen bilden und dann Druck auf innere Organe, das Auge oder das Gehirn, ausüben. Solche Hämatome entstehen meist durch eine schwere Verletzung, wie einen Sturz aus großer Höhe, einen Unfall oder direkte Gewalteinwirkung. Vor allem Hämatome im Gehirn (wie Epidural-Hämatome oder Subdural-Hämatome) müssen umgehend diagnostiziert und behandelt werden.

Unter Umständen kann der Körper die Hämatome nicht vollständig abbauen. Diese kapseln sich dann ein und können dauerhafte Beschwerden verursachen. Dann muss das Hämatom operativ entfernt werden.

Vorbeugung
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