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Haaröl selber machen: DIY-Tipps für Zuhause

Alexander Scherb

Haaröl kann eine hilfreiche Unterstützung für unser Haar sein. Es verleiht widerspenstigem Haar Glätte, lässt es glänzen, spendet Feuchtigkeit und mehr Elastizität. Doch viele erwerbbare Haaröle glänzen höchstens mit unliebsamen Inhaltsstoffen wie Mineralöle oder Silikone. Wenn Sie Haaröl selber machen, bestimmen Sie die Inhaltsstoffe. Und wir zeigen Ihnen, wie das geht!

Frau hält eine Ölkaraffe in der Hand
Öl spendet den Haaren Feuchtigkeit, macht sie geschmeidig und glänzend Foto:  zest_marina/iStock
Inhalt
  1. Welche Öle eigenen sich für Haaröl?
  2. So können Sie Haaröl selber machen
  3. Die Anwendung
  4. Dauer und Dosierung
  5. Wertvolle Tipps
  6. Zu viel Haaröl genutzt?
 

Welche Öle eigenen sich für Haaröl?

Wenn Sie Haaröl selber machen wollen, benötigen Sie erst einmal einen Blick dafür, welche Öle überhaupt als Haaröl geeignet sind. Dabei kommt es darauf an, was ihr Haaröl leisten soll. Gegen trockenes Haar helfen Jojoba-Öl, Walnussöl und Olivenöl. Ist Ihr Haar brüchig und spröde helfen Arganöl, Avocado-Öl, Sesamöl und Kokosöl. Soll ihr Haar kräftiger werden, helfen Mandel- und Rizinusöl. Makadamia-Öl verleiht Ihrem Haar mehr Glanz.

 

DIY-Tipps: So können Sie Haaröl selber machen

Haaröl selber machen ist wirklich keine Wissenschaft. Um ein geeignetes Öl selbst herzustellen, benötigen Sie nur die gewünschten Öle und ein bisschen Geduld. Und so funktioniert’s:

Öl gegen trockenes und sprödes Haar

Mischen Sie Walnussöl und Sesamöl in einem Verhältnis von eins zu eins in eine Flasche oder ein Einmachglas. Auf jeden Fall sollte der Behälter luftdicht verschlossen werden können. Haben Sie die beiden Öle eingefüllt, verschließen Sie den Behälter und schütteln Sie ihn ordentlich durch. Die beiden Öle müssen sich gut vermischen. Fertig ist das Pflegeöl.

Öl für kräftiges und glänzendes Haar

Mischen Sie Rizinusöl und Makadamia-Öl in einem Verhältnis von eins zu eins. Auch dies füllen Sie nun in einen luftdicht verschließbaren Behälter. Schütteln Sie die beiden Öle gut, damit sie sich ordentlich vermischen können. Prinzipiell können Sie jedes Öl miteinander vermischen. Bedenken Sie aber, dass manche Öle vor der Verarbeitung eine besondere Behandlung benötigen. Kokosöl muss beispielsweise vorher erwärmt werden, sonst lässt es sich nur sehr schlecht mit anderen Ölen mischen.

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Haaröl selber machen: Die Anwendung

Wenn Sie Haaröl selber machen, sollten Sie einige Dinge beachten. Denn bei falscher Anwendung kann aus einer guten Idee schnell eine unangenehme Angelegenheit werden.

Nass oder trocken?

Ihr selbstgemachtes Haaröl kann sowohl ins nasse als auch in trockenes Haar eingerieben werden. Bei Pflege gegen Spliss sollte das Haar allerdings eher trocken sein. Als Haarkur empfiehlt es sich, dass die Haare noch feucht sind.

 

Anwendungsdauer und Dosierung einer Haaröl-Kur

Im Prinzip gilt die Regel: Je länger Sie Ihr Haaröl einwirken lassen, desto besser. Mindestens 15 Minuten sollten es aber sein. Sie können das Haaröl auch über Nacht einwirken lassen und erst am nächsten Morgen auswaschen.

Die Dosierung

Hier ist höchste Vorsicht geboten, denn: Viel hilft viel gilt hier nicht! Nutzen Sie für eine Anwendung nie mehr als zwei bis drei Tropfen des Haaröls. Verreiben Sie das Öl in Ihren Handflächen und verkneten Sie es danach im Haar. Zu viel Haaröl führt schnell zu fettigem und strähnigem Haar.

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Haaröl selber machen: Wertvolle Tipps

Für einen angenehmen Duft

Mit ein paar Kniffen können Sie Haaröl auch noch etwas aufpeppen. Manchmal kann der Geruch der Öle stören. Um den Geruch zu verbessern, helfen beispielsweise verschiedene Teesorten. Jasmin- oder Früchtetee verleihen dem selbstgemachten Öl einen sehr angenehmen Duft. Auch frische Minze ist dafür geeignet. Möchten Sie einen fruchtigen Duft, nehmen Sie den Abrieb einer Zitronen- oder Orangenschale.

Damit das Öl den gewünschten Geruch annimmt, füllen Sie vor dem Vermischen der Öle einfach die gewünschte Zutat in den Behälter. Allerdings sollte die Haaröl-Mischung danach drei bis vier Tage bei Zimmertemperatur ziehen. Erst dann hat Ihr Haaröl die gewünschten Duftstoffe aufgenommen. Vor der ersten Anwendung gilt es, die Fremdstoffe zu entfernen. Nehmen Sie dazu ein frisches Küchentuch und schütten Sie Ihr Haaröl durch das Tuch in einen zweiten Behälter. Das filtert die Reststoffe aus dem Öl.

Haaröl und Spülung

Wollen Sie Ihr selbstgemachtes Haaröl direkt nach dem Haarewaschen nutzen, verzichten Sie auf eine Spülung. Diese verschließt nämlich die oberste Schuppenschicht des Haars und das Öl kann nicht eindringen.

 

Zu viel Haaröl genutzt?

Sollten Sie einmal zu viel Haaröl genutzt haben und Ihr Haar hängt fettig am Kopf herunter, ist dies kein Beinbruch. Sie können Ihr Haar ganz normal auswaschen. Sollten die Haare danach immer noch fettig sein, hilft Trockenshampoo. Ebenfalls können Reis- und Maisstärke helfen. Massieren Sie Ihre Haare damit ein und kämmen Sie sie anschließend gründlich aus.

So geben Sie Ihrem Haaröl einen Boost

Die Wirkung Ihres selbstgemachten Haaröls lässt sich noch steigern, wenn Sie Ihren Kopf während der Anwendung warmhalten. Dies können Sie ganz einfach erreichen. Umwickeln Sie Ihren Kopf nach dem Auftragen des Öls mit Frischhaltefolie und einem warmen Handtuch. Diese Kopfsauna lässt die Poren öffnen und das Öl kann noch besser einziehen.

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