Haare natürlich aufhellen: die besten Hausmittel

Michelle Kröger

Im Sommer sehen wir meist noch ein kleines bisschen schöner aus: die Haut gebräunt, Sommersprossen kommen zum Vorschein und die Haare sind heller durch die Wirkung der Sonnenstrahlen. Viele Frauen wünschen sich aber auch abseits der Sommermonate helle Strähnchen. Dann ist entweder der Gang zum Friseur angesagt oder man legt selbst Hand an – mit diesen Tipps. 

Eine blonde Frau mit Hut steht im Abendlicht
Haare aufhellen funktioniert auch mit natürlichen Mitteln – dabei bleiben die Haare gesund und werden nicht spröde und brüchig Foto:  iStock/Astarot
Inhalt
  1. Haare aufhellen: Kann man auf die Chemiekeule verzichten?
  2. Haare natürlich aufhellen: Geht das nur bei blondem Haar?
  3. Haare natürlich aufhellen: Welche Mittel gibt es? 
  4. Hellere Haare durch Zitrone
  5. Haare natürlich aufhellen mit Kamille
  6. Dunkle Haare aufhellen mit Safran
  7. Haare aufhellen mit Backpulver – ist das ratsam?
  8. Nach dem Aufhellen: Pflege nicht vergessen

Wer für den Beach-Look nicht gleich zum Färbemittel greifen möchte, kann auch mit einfachen Hausmitteln versuchen, seine Haare natürlich und schonend aufzuhellen – ganz ohne Chemie.

 

Haare aufhellen: Kann man auf die Chemiekeule verzichten?

Mit chemischen Färbemitteln lassen sich die Haare zwar zuverlässig aufhellen – doch der Pries dafür sind häufig brüchige Haare. Das liegt an dem in den Färbemitteln enthaltenen Ammoniak. Dieses bricht die Haare auf, damit das aufhellende Wasserstoffperoxid in das Innere des Haares eindringen und die natürlichen Farbpigmente auflösen kann. Neben trockenen und splissigen Haaren können so auch Kontaktallergien entstehen, die die Kopfhaut langfristig schädigen können. Häufiges Färben kann zudem Haarausfall begünstigen.

Heutzutage versuchen viele Menschen, diesen Risiken aus dem Weg zu gehen. Sie setzen auf ammoniakfreie Färbemittel, die besonders schonend aufhellen. Aber es geht auch ganz ohne Chemie – beispielsweise mit diesen Hausmitteln. 

 

Haare natürlich aufhellen: Geht das nur bei blondem Haar?

Im Prinzip kann jeder seine Haare natürlich aufhellen. Allerdings funktioniert der Aufhellungsprozess am besten bei bereits helleren oder dunkelblonden Naturhaarfarben. Je dunkler die Mähne im ursprünglichen Zustand ist, desto geringer wird der Effekt unter Einsatz von Hausmitteln ausfallen. Allerdings können in dunklere Haarfarben durchaus goldene oder rötliche Highlights gebracht werden. Egal, welche Methode Sie wählen: Tragen Sie das jeweilige Treatment nicht auf den Ansatz, sondern nur in die Haarlängen auf. Denn: Am Ansatz nimmt das Naturhaar häufig sehr warme Kupfertöne an und das Ergebnis wirkt am Ende viel zu orange. 

 

Haare natürlich aufhellen: Welche Mittel gibt es? 

Diese Mittel sind zusätzlich zum Sonnenlicht beliebt, um die Haare natürlich aufzuhellen:

  • Honig
  • Zitrone
  • Kamille
  • Safran

Der Erfolg zeigt sich bei natürlichen Aufhellungsmitteln je nach Methode nicht immer sofort. Aber das Gute ist, dass man die Anwendung – anders als bei chemischen Treatments – auch bis zu dreimal wiederholen kann, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Zwischendurch sollte jedoch immer eine Pause von ca. vier Tagen eingehalten werden. 
Haare aufhellen mit Honig

Das süße Gold ist nicht nur toll für Tee und Süßspeisen, es kann auch unsere Haare auf natürliche Weise aufhellen. Honig produziert unter Erwärmen das Enzym Peroxid – ein natürlicher Haaraufheller. Praktischer Nebeneffekt: Durch den Bienenhonig wird das Haar auch gleichzeitig bestmöglich gepflegt. Es wird geschmeidig und glänzend. Am besten benutzt man übrigens recht flüssigen, nicht wärmebehandelten Honig.

Um die Haare mit Honig aufzuhellen etwa einen Esslöffel Honig mit einer herkömmlichen Haarmaske mischen und die Mischung in den Längen des Haares verteilen. Wichtig: Gut mit einem warmen Handtuch oder Frischhaltefolie umwickeln, damit die Wärme die volle Wirkung des Honigs fördern kann. Gerne auch über Nacht einwirken lassen und erst am nächsten Morgen ausspülen. Eine zweite Alternative: Honig in ein Glas geben und im Wasserbad auf maximal 40 Grad erwärmen, um das Enzym nicht durch zu viel Hitze zu zerstören. Den Honig anschließend mit etwas Wasser und Apfelessig verrühren und in den feuchten Haaren verteilen. Mindestens für 120 Minuten einwirken lassen – noch besser über Nacht.

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Hellere Haare durch Zitrone

Zitronensaft – das wohl bekannteste Hausmittel zum Aufhellen der Haare. Die darin enthaltene Säure öffnet die Schuppenschicht des Haares und zerlegt die Farbpigmente. Doch mit dieser Methode sollte behutsam umgegangen werden, denn die Säure ist sehr aggressiv und kann die Haarstruktur angreifen. Deshalb sollten Sie den Zitronensaft besonders bei geschädigtem Haar lieber verdünnen. Am besten im Verhältnis 1:1 mit Wasser mischen und ins Haar geben.  Nach 20-30 Minuten ausspülen und hinterher noch mit einer Haarmaske pflegen. Ein noch intensiveres Ergebnis gelingt, wenn Sie die Haare lufttrocknen lassen.

 

Haare natürlich aufhellen mit Kamille

Kamille ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Die Pflanze wirkt nicht bloß entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend, sie kann dem Haar auch mehr Helligkeit verleihen. Bereits die alten Römer nutzten Kamille, um ihre Haare aufzuhellen. Mit der Heilpflanze lassen sich schöne Goldnuancen erzielen. Bei dunkleren Haarfarben kommt jedoch oftmals ein leichter Rotstich zum Vorschein. So geht’s: Acht Kamillen-Teebeutel mit einem Liter Wasser aufkochen, ziehen und gut abkühlen lassen. Die lauwarme Flüssigkeit dann im gewaschenen Haar verteilen. Lassen Sie die Haare am besten an der Luft trocknen. Auswaschen ist nicht nötig.

 

Dunkle Haare aufhellen mit Safran

Bereits im antiken Griechenland nutzten Frauen das edle Gewürz Safran dazu, ihre Haare aufzuhellen. Dazu sollte man einige Fäden Safran in 500 ml Wasser ca. 40 Minuten lang aufkochen. Ist der Sud gut abgekühlt und lauwarm, kann man seine Haare darin tränken. In den feuchten Haaren verteilen und mindestens 10 Minuten lang bei Sonnenschein einwirken lassen. Dann gründlich ausspülen und mit einer Haarmaske pflegen.

 

Haare aufhellen mit Backpulver – ist das ratsam?

Es gibt allerdings nicht nur schonende Hausmittel, die hellere Haare versprechen. Bei einigen ist auch Vorsicht geboten. Beispielsweise Backpulver, Essig oder Bier werden zwar häufig als wirkungsvolle Bleichmittel empfohlen, doch sie wirken tatsächlich sehr aggressiv. Die Folge können dauerhafte Schäden an Haaren und Kopfhaut sein.

 

Nach dem Aufhellen: Pflege nicht vergessen

Wer seine Haare in Eigenregie aufhellt, sollte eines nicht vergessen: Jetzt benötigt die Mähne eine Extraportion Pflege. Gönnen Sie Ihren Haaren nach einem DIY-Bleaching etwas Erholung. Zwischen den Anwendungen sollten Sie eine Pause von mehreren Tagen einlegen. Ideal ist es auch, wenn Sie regelmäßig nährende Haarkuren anwenden, die das Haar stärken und es mit Feuchtigkeit versorgen. So können Sie Schäden vermeiden.

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