Haare färben in der Schwangerschaft

Silvia Pucyk

Ist da etwa ein grauer Ansatz? Viele Frauen wollen ihre Haare auch während der Schwangerschaft färben. Doch wie schädlich ist das für ihr ungeborenes Kind? Lesen Sie hier, wie Experten das Risiko einschätzen und welche Ratschläge sie schwangeren Frauen geben. 

In Haarfärbemitteln stecken laut Experten eine Vielzahl an Chemikalien. Diese können die Kopfhaut reizen und Allergien auslösen. Werden die Färbemittel direkt auf den Ansatz aufgetragen, können geringe Mengen über die Kopfhaut in den Körper gelangen. Doch ist es auch möglich, dass die Mutter damit ihr Kind schädigt? Gelangen über die Blutbahn der Mutter auch Chemikalien zum Neugeborenen? Können durch die Muttermilch schädliche Substanzen an den Säugling weitergegeben werden?

Eine Frau lässt sich die Haare färben

Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen Frauen während der Schwangerschaft nicht darauf verzichten, ihre Haare zu färben © dimid_86/iStock

Experten geben Entwarnung: Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) dürfen sich Frauen sowohl während der Schwangerschaft als auch während der Stillzeit die Haare färben. Auch der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat keine Bedenken.

 

Haare färben in der Schwangerschaft: Experten geben Tipps

Haare färben in der Schwangerschaft ist laut Experten demnach kein Problem. Wer dabei dennoch ein ungutes Gefühl hat, kann folgende Tipps von Ärzten und Haarstylisten berücksichtigen: 

Haare färben ab dem dritten Schwangerschaftsmonat: Im ersten Trimester ist das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, für Frauen am höchsten. Daher sollten sie in dieser kritischen Phase darauf verzichten, ihre Haare zu färben. Ihr Körper könnte nämlich mit Hautirritationen oder Allergien reagieren. 

Farbe aus der Natur: Henna ist ein pflanzliches Haarfärbemittel. Wird es biologisch angebaut, ist die Belastung mit chemischen Stoffen deutlich geringer als bei herkömmlichen Haarfärbemitteln. Der Begriff „Naturhaarfarbe“ oder „Pflanzenhaarfarbe“ ist jedoch nicht gesetzlich geschützt. Demnach kann es vorkommen, dass natürlichen Inhaltsstoffen chemische Zusätze beigemischt werden. Sprechen Sie Ihren Friseur darauf an, ob pflanzliche Mittel für Sie infrage kommen und ob diese biologische Qualitätsstandards erfüllen. 

Eine Frau lässt sich Strähnchen machen
Experten raten Schwangeren, sich Strähnchen machen zu lassen © skynesher/iStock

Strähnchen färben: Über die Kopfhaut könnten geringe Mengen schädlicher Substanzen in den Organismus gelangen. Lassen Sie sich daher Strähnchen machen. Damit gelangen weniger Chemikalien in den Körper. 

Neuer Haarschnitt: Ein kurzer, stufiger Haarschnitt eignet sich bestens, um herauswachsende Farbe zu kaschieren, da hierbei gefärbte Haarpartien abgeschnitten werden. 

 
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