Haare entfärben: Hilfreiche und schonende Methoden

Redaktion PraxisVITA

Während Haarfarben auf der Verpackung meist makellos glänzen und strahlen, sieht das Ergebnis zu Hause oft ganz anders aus. Ein fleckiges Ergebnis oder Verfärbungen sind keine Seltenheit. Der Ausweg: Haare entfärben. Aber das ist leider leichter gesagt als getan. 

Frau lässt sich Haare färben
Geht die Coloration schief, hilft oft nur noch eine Ent- oder Umfärbung der Haare Foto:  iStock/skynesher
Inhalt
  1. Haare entfärben: Das sollten Sie vorab wissen
  2. Haare entfärben beim Profi
  3. DIY-Methoden und Hausmittel gegen Verfärbungen

Ein Haarfärbe-Unfall ist für viele Frauen der echte Horror. Am liebsten würden viele den Färbevorgang schnellstens rückgängig machen, als wäre er nie passiert. Doch oft ist das gar nicht so einfach. Für die Wahl der Methode zum Entfärben sind sowohl Ihre Haarstruktur als auch die Art der Verfärbung entscheidend.

 

Haare entfärben: Das sollten Sie vorab wissen

Vor jeglicher Farbbehandlung sollten Sie sich Ihre Haarstruktur erst einmal genau ansehen. Oft ist diese vom Färben bereits ganz schön mitgenommen. In diesem Fall sollten Sie nur schonende Mittel zum Entfärben verwenden – oder sogar ganz darauf verzichten. Werden die Haare zu sehr strapaziert, könnten sie im Anschluss im schlimmsten Fall abbrechen. Ob Blondierung oder schonendes Hausmittel: Verwenden Sie nach dem Haare entfärben in jedem Fall eine Kur und pflegen Sie Ihre Haare besonders sorgfältig.

 

Haare entfärben beim Profi

Es gibt gute Gründe dafür, beim Färben selbst Hand anzulegen. Ein entscheidender heißt: Geld. Und dennoch ist es beim Entfärben Ihrer Haare der sicherste Weg, einen Profi aufzusuchen – auch wenn ein Friseurbesuch teuer sein kann. Der Fachmann kennt sich deutlich besser mit Haarstrukturen, dem Färbeverhalten von Haaren und Tipps, Tricks und Möglichkeiten aus. 

Blondierung

Eine Blondierung ist besonders bei dunkler Farbe die effektivste Methode, um einen Farbunfall zu begrenzen bzw. zu beheben. Doch dabei handelt es sich auch um die aggressivste Methode, die Haare zu entfärben bzw. umzufärben. Ist die Haarstruktur bereits zu stark angegriffen, wird ein Profi Ihnen davon abraten oder versuchen einen Mittelweg zwischen Einwirkzeit der Blondierung und Schutz der Haare zu finden. 

Blondierwäsche

Eine Blondierwäsche ist so etwas wie eine Blondierung in light und dient ebenfalls dazu, die Haare zu bleichen. Sie ist im Ergebnis nicht ganz so wirkungsvoll, hellt Ihr Haar jedoch trotzdem auf und ist weniger aggressiv.

Umfärben

Eine andere Möglichkeit, den Farbunfall zu retten, ist das Umfärben. Hierbei handelt es sich um die schonendste Methoder einer neuen Farbgestaltung Ihrer Haare. Wichtig hierbei: Haare lassen sich nicht heller färben. Dunkle Haare werden immer zuerst blondiert, bevor die hellere Zielfarbe aufgetragen werden kann. 

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DIY-Methoden und Hausmittel gegen Verfärbungen

Sie möchten Ihre neue, ungewünschte Haarfarbe am liebsten selbst entfernen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Farbe aus den Haaren zu ziehen. 

Haarentfärber-Produkte

Die einfachste Variante ist ein Haarentfärber-Produkt aus der Drogerie. Dort gibt es mittlerweile verschiedene Produkte, die einfach wie eine Tönung aufgetragen werden und innerhalb von 30 bis 60 Minuten die Haare entfärben sollem. Indem die Haarstruktur aufgebrochen wird, können sich die Farbmoleküle lösen und die ungewünschte Haarfarbe wird nach der Einwirkzeit einfach mit Wasser ausgewaschen.

Diese Methode ist bei extremen Verfärbungen, sehr dunklen oder roten Farben jedoch schwierig. Außerdem kann ein solches Haarentfärber-Produkt Ihr Haar stark schädigen. Eine Blondierung kann mit einem sogenannten Colour-Remover ebenfalls nicht entfernt werden, da gebleichtes Haar keine Farbpigmente mehr enthält – sie können durch den Entferner also nicht herausgezogen werden.

Tipp: Wenn Ihr Haar bereits schwer beschädigt oder strapaziert ist, lässt sich die Farbe nur schwer durch ein Haarentfärber-Produkt entfernen. Sie sollten daher vor der Behandlung eine Kur machen oder gegebenenfalls sogar Ihre Spitzen etwas kürzen, um ein späteres Abbrechen der Haare zu verhindern.

Silbershampoo

Die Verwendung von Silbershampoo bei einer missglückten Blondierung zählt zu der Kategorie Schadensbegrenzung. Eine Blondierung rückgängig zu machen ist schwierig, weil eine solche nicht einfach entfernt werden kann. Silbershampoo enthält blaue Farbpigmente, damit können Sie Ihre Haare zwar nicht entfärben, aber ein Gelbstich nach dem Blondieren kann in einen kühleren Farbton verwandelt werden.

Kamillentee

Kamillentee ist ein wirksames Hausmittel, um eine Haarfarbe zumindest abzuschwächen. Setzen Sie dafür einfach eine Kanne Kamillentee auf, lassen Sie diesen abkühlen und verwenden Sie ihn anschließend als Haarspülung. Nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten die Kamillen-Spülung gründlich mit Wasser auswaschen. Das Beste an dieser Methode: Es handelt sich um eine besonders schonende Alternative zu chemischen Produkten und hilft dabei, die Haare schonend zu entfärben.

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Honig

Als weiteres wirksames Hausmittel gegen Verfärbungen gilt Honig. Zwar handelt es sich bei dieser Methode um eine recht klebrige Angelegenheit, jedoch hat Honig auch eine pflegende Wirkung. Um Ihre Haare mit Honig zu entfärben, sollten Sie ein Gemisch aus Honig und Wasser herstellen. Massieren Sie die Mischung anschließend in Ihr Haar und lassen Sie das Ganze rund eine Stunde einwirken. Um das Ergebnis mit Wärme zu verstärken, sollten Sie dazu eine Duschhaube tragen. Anschließend den Honig einfach mit Wasser ausspülen.

Backpulver

Backpulver wirkt als Haarentfärber-Mittel wie eine Blondierung und hellt Ihre Haare auf. Es kann sogar dafür sorgen, dass ein unliebsamer Rot- oder Orangestich verschwindet. Stellen Sie dafür eine Mischung aus einem Päckchen Backpulver und lauwarmem Wasser her. Massieren Sie die Masse ins Haar und lassen Sie sie rund 20 Minuten einwirken. Danach gründlich auswaschen. Das Backpulver kann auch mit dem Shampoo vermischt werden, um die Haare zu entfärben. Dafür geben Sie einfach zwei Esslöffel Backpulver in die übliche Menge Ihres Shampoos, wie sie es auch sonst zum Haarewaschen benutzen. Die Mischung zwei Minuten einwirken lassen und gründlich ausspülen. 

Tipp: Diese Methode trocknet Ihr Haar jedoch in der Regel stark aus. Wer bereits trockene oder strapazierte Haare hat, der sollte vorsorglich vor dieser Anwendung eine Kur nutzen. 

Henna-Farbe

Ein Umfärben mit Henna hat den Vorteil, dass es ein deutlich sanfterer Vorgang für die Haare ist. Die Farbpartikel dringen nicht in die Haare ein, sondern legen sich wie ein Mantel um das einzelne Haar. So können leichte Farbpatzer gut kaschiert werden. Gerade bei Henna ist es jedoch wichtig, dass Sie vorher an einer kleinen Hautstelle einen Verträglichkeitstest machen. 

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