Haarausfall vorbeugen: Ist das möglich?

Redaktion PraxisVITA

Vorsichtsmaßnahmen, mit denen Sie sicher einem Haarausfall vorbeugen können, gibt es nicht. PraxisVITA erklärt, mit welchen Grundregeln Sie Ihr Haar aber effektiv gesund halten können.

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Etwa jede dritte Frau über 40 leidet unter erblich bedingtem Haarausfall. Hierbei spielt der Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Während Östrogen bei Frauen den Haarwuchs anregt, führt eine verminderte Hormonproduktion oder ein Ansteigen der männlichen Hormone zu Haarausfall. Haarwurzeln reagieren extrem empfindliche auf hormonelle Veränderungen im Körper – aber auch auf Stress. Die Folge ist, dass die Wurzel verkümmert, das Haar dünner wird und am Ende ausfällt. Zerstörte Haarwurzeln können nicht gerettet werden. Der Haarverlust kann zwar gestoppt, aber nicht geheilt werden. Auch gezielt dem Haarausfall vorzubeugen ist leider nicht möglich. Dafür gibt es inzwischen sehr gute Behandlungen, die den schädlichen Einfluss der Hormone verringern. Zögern Sie nicht, zum Arzt zu gehen. Nur so kann zielgerichtet dem Haarausfall gegengesteuert werden.

Ein Dutt schützt Ihre Haarspitzen.
Ein Dutt schützt Ihre Haarspitzen. Foto: gpointstudio/iStock
 

Genetisch bedingter Haarausfall – behandelbare Gründe

Neben dem genetisch bedingten Haarausfall kommen auch andere behandelbare Gründe infrage. So kann lichter werdendes Haar zusammen mit Müdigkeit und Kribbeln in Händen und Füßen auf einen Vitamin-B12-Mangel hinweisen. Auch Probleme mit der Schilddrüse können eine mögliche Ursache sein. Ein Bluttest bringt Klarheit.

Graue Haare? Bleiben Sie entspannt

Genau genommen gibt es graue Haare gar nicht – tatsächlich sind sie eine optische Täuschung. Die Produktion des Haarfarbstoffs Melanin nimmt mit dem Alter ab. Was als grau erscheint, ist daher eine Mischung aus noch pigmentiertem Haar und weißen Haaren ohne Farbpigmente. Das steckt oft dahinter: Pigmentzellen reagieren empfindlich auf Stresshormone und können bei längerer Belastung zerstört werden. Das kann den Zeitpunkt des Ergrauens nach vorn verschieben.

 

Haarausfall vorbeugen: Beachten Sie die Grundregeln

Zwar gibt es keine Methoden, durch die sich Haarausfall vorbeugen lässt. Ein paar Grundregeln können Sie  befolgen, um Ihre Haare gesund zu halten und nicht zusätzlich zu schädigen.

Spröde und trockene Haare benötigen die richtige Pflege
Spröde und trockene Haare benötigen die richtige Pflege. Foto:  andriano_cz/iStock
  • Waschen Sie Ihre Haare nur mit Pflegeprodukten, die pH-neutral sind, damit sie die Kopfhaut nicht reizen. Benutzen Sie nur milde Shampoos, die am besten ohne Silikone sind und auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren. Ein Conditioner kann regelmäßig zum Einsatz kommen, um die Haare kämmbarer zu machen. Zusätzlich überzieht er die Haare mit einem Schutzfilm.
  • Waschen Sie Ihre Haare nur alle zwei bis drei Tage.
  • Beim Tocknen sollten Sie Ihre Haare schonen. Am besten die Haare mit einem Handtuch leicht abtupfen und an der Luft trocknen lassen. Föhnen sollten Sie nur auf niedrigste Stufe und immer vom Ansatz Richtung Spitzen.
  • Verwenden Sie keine Färbemittel oder Haarstylingprodukte, auf die Sie allergisch reagieren.
  • Achten Sie darauf, zu starken Zug zum Beispiel durch einen Haarknoten oder einen langen Zopf zu vermeiden.
  • Verzichten Sie auf eine eiweißarme Ernährung bei bestimmten Diäten.
  • Vegetarier sollten auf eine ausreichende Zufuhr an Proteinen achten. 
  • Nehmen Sie ausreichend Eisen zu sich. Vor allem Frauen mit einer starken Menstruation oder Vegetarier leiden häufig unter einem Eisenmangel.
Das sagt der Experte
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