Haarausfall-Ursachen können sehr verschieden sein

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Sind am Morgen plötzlich mehr Haare in der Bürste als üblich, beschleicht viele Betroffene die Angst vor großflächigem Haarausfall. In den meisten Fällen sind die Bedenken jedoch unbegründet. Stress, die Einnahme von Medikamenten, hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren oder ein Mangel an Vitalstoffen stellen Haarausfall-Ursachen dar und können zum sogenannten diffusen Haarausfall führen. Dabei lichtet sich das Haar am gesamten Kopf. Alle Haarausfall-Ursachen im Überblick.

Die Haarausfall-Ursachen sind je nach Form des Haarausfalls sehr unterschiedlich. Dem erblichen Haarausfall liegt – wie der Name schon sagt – eine Vererbung zugrunde. Die Ursache für den kreisrunden Haarausfall ist dagegen bislang unbekannt. Allerdings zeigt sich auch hier eine familiäre Häufung. Vermutet wird als eine der Haarausfall-Ursachen außerdem ein Zusammenhang von Haarausfall mit Autoimmunerkrankungen und Allergien.

Haarausfall-Ursachen Schilddrüsenunterfunktion
Eine Schilddrüsenunterfunktion gehört zu den Haarausfall-Ursachen © istock/Vonschonertagen
 

Haarausfall-Ursachen: Haarverlust als Symptom

Außerdem kann Haarausfall bei verschiedenen Erkrankungen als Symptom auftreten. Zu diesen zählen beispielsweise:

Haarausfall
Stress zählt zu den häufigsten Haarausfall-Ursachen© Alamy
 

Weniger bekannte Haarausfall-Ursachen

Fieber

Massiver Haarverlust kann auch zwei bis drei Monate nach einer fiebrigen Infektion einsetzen. Der Grund: Die erhöhte Körpertemperatur schädigt die Haarwurzeln. Zudem werden die Haare während der Erkrankung mit Nährstoffen unterversorgt. Durch die gestörte Wachstumsphase lichtet sich das Haar später. Es dauert einige Wochen, bis Erholung einsetzt und die Haare wieder nachwachsen.

Daneben können auch akute, schwere Stresssituationen, sehr starker, krankhafter Gewichtsverlust, Verletzungen, Verätzungen, Verbrühungen, Verbrennungen oder Strahlenschäden zu den Haarausfall-Ursachen zählen.

Schwangerschaft

Auch bei etwa 10 bis 20 Prozent aller Schwangeren kommt es nach der Geburt zu einem vorübergehenden Haarausfall. Eine besondere Form des Haarausfalls ist die sogenannte Traktionsalopezie, bei der Haare durch einen ständigen Druck oder Zug, zum Beispiel bei bestimmten Haartrachten oder schweren Hüten, ausfallen.

Haarausfall-Ursachen Schwangerschaft
Schwangerschaft kann eine der Ursachen für verstärken Haarausfall sein © istock/zencreation

Medikamente

Verschiedene Medikamente können ebenfalls zu Haarausfall-Ursachen zählen. Zu diesen zählen vor allem Zytostatika, die bei einer Chemotherapie gegeben werden. Außerdem kann es bei durch Betablocker, Cimetidin, Thyreostatika, ACE-Hemmer, Lipidsenker, Vitamin A in hohen Dosen und hormonelle Verhütungsmittel (wie zum Beispiel die „Pille“) zu einem Haarausfall kommen.

Haarefärben

Zu einem scheinbaren Haarausfall können äußere Beeinträchtigungen des Haares, wie Haarefärben oder zu häufiges Haarewaschen, führen. Dabei fallen aber meist die Haare nicht aus, sondern brechen – aufgrund einer Schädigung der Haarschäfte – ab.

Haarausfall-Ursache Medikamente
Auch Medikamente landen in der Liste der Haarausfall-Ursachen © istock/Tom Merton
 

Entspannung lässt Haare wieder kräftig sprießen

Eine kurzzeitige Belastung versorgt den Körper mit einem Extraschub an Energie. Wer wochenlang nicht zur Ruhe kommt, hat ein dauerhaft erhöhtes Level an Stresshormonen. Laut Studien greifen diese die Haarfollikel an.

Tipp: Oft hilft es schon, für zehn Minuten tief durchzuatmen, um Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen. Dafür vier Sekunden lang in den Bauch einatmen, Luft kurz halten und wiederum vier Sekunden lang ausatmen. Auch autogenes Training und Meditation schützen vor Stress.

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