Haarausfall nach der Schwangerschaft: Was hilft dagegen?

Redaktion PraxisVITA

Ein Problem, das viele frisch gebackene Mütter zu schaffen macht, ist Haarausfall nach der Schwangerschaft. Plötzlich fallen die Haare aus und viele Mütter fragen sich deswegen: Ist das normal und was hilft dagegen?

Eine Frau hält eine Bürste mit einem Büschel voll Haaren in der Hand
Haarausfall tritt nach der Schwangerschaft oft auf Foto:  istock_spukkato

Haarausfall kommt nach der Schwangerschaft häufig vor. Erfreuten sich viele Frauen während der Schwangerschaft an einer völlig neuen Haarpracht, ist es damit nach der Geburt oftmals wieder vorbei: Viele Frauen verlieren dann übermäßig viele Haare. 

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Was sind die Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Vermehrter Haarausfall nach der Schwangerschaft tritt meist kurz nach der Geburt auf und wird als postpartales Effluvium bezeichnet. Das ist ein völlig natürliches Phänomen, das sich mit der Zeit wieder normalisiert. Der Grund für den Haarausfall ist simpel: Schuld ist die Hormonumstellung. In der Schwangerschaft wachsen durch die Ausschüttung des Hormons Östrogen mehr Haare als sonst. Auch die Lebenszeit der Haare wird verlängert.

Direkt nach der Geburt fällt das Östrogen im Hormonspiegel wieder ab, und die Haare werden in die Ruhephase (Telogenphase) versetzt und wachsen dadurch langsamer. Der Haarverlust kann direkt nach der Geburt bis zu fünf Monate nach der Entbindung eintreten und zeigt sich meistens in der Region der Schläfen und des Mittelscheitels.

Tritt der Haarausfall bei Frauen bereits während der Schwangerschaft auf oder hält er bis zu einem Jahr nach der Entbindung und über die Stillzeit an, sollten Betroffene ihren Frauenarzt oder Dermatologen konsultieren. In diesem Fall könnte auch ein Nährstoffmangel dahinterstecken. Meist fehlt es dann an Eiweiß, Eisen, Zink oder an bestimmten Vitaminen.

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Was hilft gegen den Haarausfall nach der Geburt?

In der Regel ist der Hausausfall nach der Schwangerschaft nur kurzzeitig und der Hormonhaushalt pendelt sich nach der Geburt wieder auf sein ursprüngliches Niveau ein. Ärzte raten deshalb zur Geduld. Nach der Schwangerschaft und der Entbindung braucht der Körper vor allem Ruhe und Zeit zur Regeneration. Die frisch gebackenen Mütter sollten darauf achten, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, damit der Körper mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist.

Zur Unterstützung der Haargesundheit kann man sanfte Shampoos verwenden, um Haare, Haarwurzeln und Kopfhaut zu schonen. Ergänzend dazu kann auch ein Haarserum mit dem natürlichen Wirkstoff Thiocyanat helfen, den Haarausfall zu stoppen und den Zellstoffwechsel an der Haarwurzel zu stimulieren. Bis sich erste Effekte zeigen, ist jedoch ein wenig Geduld gefragt: frühestens nach etwa 12 Wochen Anwendung zeigt sich eine Verbesserung der Haardichte. Nach spätestens einem Jahr wird auffallen, dass am Haaransatz ganz viele neue Haare nachwachsen. Das zeigt, dass sich das Haarwachstum wieder normalisiert. Ein neuer Haarschnitt kann in der Zeit der Wachstumsphase helfen, den Zustand zu kaschieren. Auch Strähnchen sorgen optisch für mehr Haardichte.

Hinweis: Pferdeschwänze verursachen eine mechanische Reizung und können damit den Haarausfall nach der Schwangerschaft verstärken – Frauen sollten daher nach der Geburt das Haar lieber offen tragen.

Was hilft gegen Haarausfall? Schulmedizin vs. Naturheilkunde
Übersicht Was hilft gegen Haarausfall? Schulmedizin vs. Naturheilkunde

Quellen:

Haarausfall, in: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 

Trüeb, Ralph M. (2003): Haare. Praxis der Trichologie, Berlin: Springer-Verlag

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