Gut schlafen: Warum Sie so den Sex und die Gesundheit verbessern

Carolin Banser

Fehlender Sex kann eine Beziehung stark belasten. Forscher haben jetzt eine einfache Lösung für das Problem gefunden: gut schlafen. Lesen Sie hier, warum das nicht nur Spaß macht, sondern auch gesund ist.

Paar beim Sex
Frauen, die mehr schlafen, haben auch häufiger Sex – der ihnen dazu noch mehr Spaß macht © Fotolia

Frauen, die eine Stunde mehr in der Nacht und gut schlafen, vergrößern ihre Lust auf Sex um 14 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Michigan Medical School, die kürzlich im Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde.

„Der Einfluss von Schlaf auf das sexuelle Verlangen wurde bislang wenig beachtet, aber diese Ergebnisse legen nahe, dass zu wenig Schlaf bei Frauen das Interesse an Sex mindert“, sagt der Leiter der Studie Dr. David Kalmbach. „Ich glaube, was man sich merken sollte ist, dass wir unserem Körper den Schlaf gönnen sollten, den er braucht.“ Das verbessert dann auch das Liebesleben.

Kalmbach und seine Kollegen haben für die Studie 171 Frauen eingeladen und deren Schlafgewohnheiten für 14 Tage überwacht. Zusätzlich mussten die Probandinnen Fragebögen ausfüllen, in denen sie zu ihrem sexuellen Verlangen befragt wurden.

 

Gut schlafen und dadurch mehr Sex haben?

Die Ergebnisse zeigen, dass jede Stunde mehr Schlaf in der Nacht, die Wahrscheinlichkeit von Sex am nächsten Tag um 14 Prozent erhöht – zumindest, bis die empfohlene Schlafdauer von 8 Stunden erreicht wurde. Als Erklärung führten die Wissenschaftler an, dass fehlender Schlaf zu einem Mangel an sexuell erregenden Hormonen führen kann. Hinzu kommt: Frauen, die mehr und gut schlafen, berichteten auch von einer größeren Freude am Sex.

Doch Sex macht nicht nur Spaß – er verbessert sogar die Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität in Bristol schon vor einigen Jahren. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Sex gesund ist:

  • Sex lockert verkrampfte Muskeln – besonders im Rücken. Es ist also eine Art Wirbelsäulengymnastik im Bett.
  • Der Körper schüttet dabei die Hormone Endorphin und Dopamin aus – sie schützen vor Stress und Unruhe. Die Entspannungsphase nach dem Orgasmus baut zudem Aggressionen ab und macht glücklich.
  • Der gleiche Hormoncocktail hat dazu noch einen schmerzlindernden Effekt. Die Endorphine, die freigesetzt werden, machen also nicht nur glücklich, sondern auch gleichzeitig schmerzunempfindlicher. Kopfschmerzen sollten also kein Grund mehr gegen, sondern für Sex sein.
  • Auch das Immunsystem wird durch Sex gestärkt. Das haben die Forscher Janice Kiecolt-Glaser und Ronald Glaser der Ohio State University in Columbus herausgefunden. Sie konnten messen, dass sich unmittelbar nach dem Orgasmus die Konzentration der Abwehrzellen im Blut verdoppelt. 
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