Gürtelrose-Symptome erkennen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Zu Beginn der Erkrankung treten oft zuerst allgemeine Gürtelrose-Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit auf. Auf diese folgen eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit sowie ein starker, brennender oder stechender Schmerz im betroffenen Hautbereich. Dieser Schmerz kann vor, während und nach der Bläschenbildung auftreten.

Eins der besonders typischen Gürtelrose-Symptome ist der Hautausschlag: Im Bereich der betroffenen Nerven rötet sich die Haut zunächst. In diesem Bereich bilden sich innerhalb von zwei bis drei Tagen stecknadelkopfgroße Bläschen aus. Diese sind mit einer wässrigen oder blutigen Flüssigkeit gefüllt, die sich nach einiger Zeit trüb einfärbt. Nach wenigen Tagen platzen die Bläschen auf und trocknen aus, es bildet sich ein braun-gelblicher Schorf. Dieser fällt nach zwei bis drei Wochen ab. Durch das Aufplatzen der Bläschen können Narben zurückbleiben.

 

Wie sehen Gürtelrose-Symptome aus?

Namensgebend für die Gürtelrose ist das Ausbreitungsmuster des Hautausschlags: Die Viren wandern entlang der Nervenbahnen zur Haut und lösen die Entzündung aus. Meist entsteht dabei ein gürtelförmiges Muster. Im Gegensatz zu den Windpocken, die über den ganzen Körper verteilt sind, ist die Gürtelrose örtlich begrenzt – häufig auf einen Streifen am Oberkörper. Allerdings muss ein Herpes zoster nicht immer auf die „Gürtellinie“ beschränkt sein. Eine Gürtelrose kann im Prinzip alle Körperregionen betreffen. In den meisten Fällen treten die Gürtelrose-Symptome aber am Brustkorb auf. Die Entzündung breitet sich dann von der Wirbelsäule ausgehend auf einer Körperhälfte gürtelförmig aus.

Gürtelrose zeigt sich in einem schmerzenden Hautausschlag mit roten Bläschen
Ein schmerzender Hautausschlag mit roten Bläschen gehört zu den offensichtlichen Gürtelrose-Symptomen© imago

Die Gürtelrose-Symptome können aber auch andere Körperbereiche betreffen und zu schwerwiegenden Komplikationen führen. So kann die Gürtelrose auch im Gesicht auftreten. Das ist dann der Fall, wenn sich die Viren in den Hirnnerven befinden. Betrifft Herpes zoster Gesicht und Augen, spricht man vom Zoster ophthalmicus. Dieser kann die Hornhaut des Auges schädigen und unter Umständen zur Erblindung führen. Die Gürtelrose kann auch das Ohr und an den Gehörgängen befallen (Zoster oticus) und vorübergehend Lähmungen im Gesicht- sowie Hör- und Gleichgewichtsstörungen auslösen. Unbehandelt können dauerhafte Hörschäden als Folge der Herpes zoster auftreten.

 

Wie gefährlich sind Gürtelrose-Symptome?

Bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem kann Herpes zoster einen schwerwiegenden Verlauf nehmen (Zoster generalisatus) und das gesamte Nervensystem sowie innere Organe betreffen und eine Lungen- oder Leberentzündung (Hepatitis) auslösen. Eine Gefahr besteht auch darin, dass Bakterien die entzündeten Hautflächen befallen und eitrige Entzündungen hervorrufen. Mediziner sprechen dann von einer bakteriellen Superinfektion.

Besonders bei älteren Patienten kann es zur sogenannten postzosterischen Neuralgie kommen. Während die restlichen Gürtelrose-Symptome bereits abgeklungen sind, bleiben dann die Schmerzen noch Wochen, selten auch dauerhaft, bestehen.

 

Gürtelrose-Symptome: Risiko für Schwangere

Ein Risiko besteht bei Gürtelrose-Symptomen auch für Schwangere. Besonders Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft, die noch nie Kontakt mit dem Varizella-Zoster-Virus hatten, sind gefährdet: Erkranken sie an den Windpocken, können sie diese auf das ungeborene Kind übertragen, was zu schweren Fehlbildungen oder zu Fehlgeburten führen kann.

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