Grünkohl: Das verkannte Gemüse

Alexander Scherb

Grünkohl hat keinen besonders guten Ruf. Dabei besticht Grünkohl nicht nur durch seinen einzigartigen Geschmack und seine Vielseitigkeit, sondern auch durch seine vielen gesunden Inhaltsstoffe. Nicht umsonst wird er der Ginseng des Nordens genannt!

Grünkohl liegt auf Holzbrett
Grünkohl enthält mehr Nähr- und Mineralstoffe als alle anderen Kohlsorten Foto:  iStock/OlgaLepeshkina
Inhalt
  1. Woher kommt Grünkohl?
  2. Was steckt an Vitaminen und Nährstoffen im Grünkohl?
  3. Wie wirkt Grünkohl auf den Körper?
  4. Grünkohl-Geschmack
  5. Gibt es Grünkohl-Alternativen?
 

Woher kommt Grünkohl?

Heutzutage ist der Grünkohl in allen Teilen der Welt beheimatet. Seinen Ursprung auszumachen ist nicht leicht, da es ihn schon immer in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre gegeben hat. Sicher ist, dass der Grünkohl durch die Spanier, Portugiesen und Briten den Weg auf den nordamerikanischen Kontinent gefunden hat. In Deutschland wird er das erste Mal in den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts namentlich erwähnt.

 

Was steckt an Vitaminen und Nährstoffen im Grünkohl?

Grünkohl ist ein echtes Füllhorn an Vitaminen und Mineralstoffen. Neben einer Menge Vitamin C und E findet man in ihm auch reichlich Vitamin B. Auch der Eisen-, Calcium und Kaliumgehalt kann sich sehen lassen. Letzterer deckt bei nur 100 Gramm schon ein Viertel des täglichen Bedarfs. Hinzu kommen noch Phosphor, Lutein und Folsäure. Diese ist besonders wichtig für Schwangere. Grünkohl ist für werdende Mütter also eine wichtige Folsäure-Quelle.

 

Wie wirkt Grünkohl auf den Körper?

Die Wirkung von Grünkohl ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Vitamin A und Lutein sind gut für die Nerven, gerade für den Sehnerv. Sie beugen bei Augen altersbedingten Schäden vor. Kalium ist gut für unser Herz und Eisen ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen. Die über 200 Milligramm Calcium und knapp 90 Milligramm Phosphor pro 100 Gramm Grünkohl sind ideal für feste Knochen und Zähne. Obwohl Grünkohl nur sehr wenig Kalorien und Kohlenhydrate enthält, zählt er zu den nähstoffreichsten Nahrungsmitteln überhaupt. Das macht in für Diäten besonders Interessant.

 

Grünkohl-Geschmack

Typisch für Grünkohl ist seine Mischung aus herb-würzigem und mild-süßlichem Geschmack. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte der Grünkohl wegen seines teils strengen Geruchs, der beim Kochen entsteht. Natürlich ist der Geschmack ein ganz anderer.

So schmeckt Grünkohl am besten

Grünkohl kann auf vielerlei Arten zubereitet werden. Ob in Suppe oder Smoothies, in einer Quiche oder klassisch mit Würstchen und Kartoffeln. Durch seinen hohen Nährstoffgehalt macht er in allen Gerichten eine gute Figur!

Rezept: Grünkohl-Sahne-Pasta

Zutaten (für vier Portionen)

  • 500 g Nudeln
  • 200 g Grünkohl
  • 100 g Speck
  • 250 g Schlagsahne
  • 100 ml Milch
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 Pimentbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • Pfeffer
  • Salz
  • Butter

Zubereitung

Putzen Sie den Grünkohl ausgiebig und sorgfältig. Anschließend schneiden Sie den Kohl in kleinere Stücke. Bereiten Sie die Nudeln wie in der Packungsbeschreibung zu. Während die Nudeln kochen, braten Sie den Grünkohl in einer Pfanne mit etwas Butter an. Geben Sie die Sahne, die Milch, zerdrückte Knoblauchzehen, die Pimentbeeren und das Lorbeerblatt hinzu. Lassen Sie alles kurz aufkochen und dann bei starker Hitze ungefähr vier Minuten lang einkochen. Im Anschluss gießen Sie alles durch ein Sieb in einen Topf und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab.

Die Nudeln noch nicht ganz gar abschütten und gut abtropfen lassen. Anschließend geben Sie die Nudeln in die Grünkohl-Sahne-Sauce und mischen Sie alles gut. Geben Sie nun den Speck hinzu und reduzieren Sie alles so lange bei kleiner Hitze, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat und die Nudeln die gewünschte Bissfestigkeit erreicht haben. Zuletzt verteilen Sie das Gericht auf verschiedene Teller.

Frau mit Sprechblase
Gesund abnehmen Intervall-Fasten & Co.: Wie gut ist welche Diät?

Kann man zu viel Grünkohl essen?

Grünkohl wirkt leicht entwässernd. Dies kommt durch das in ihm enthaltene Kalium. Bei zu viel Grünkohl auf einen Schlag, kann dies zu Blähungen und Durchfall führen. Doch keine Sorge, gefährlich für unseren Körper ist dies nicht. Nur unangenehm kann es werden. Ansonsten gibt es bei Grünkohl keine Bedenken. Er sollte stets einen Platz auf unserem Speiseplan haben.

 

Gibt es Grünkohl-Alternativen?

Grünkohl ist der König unter den Kohlsorten. Kein anderer Kohl hat so viele Nähr- und Mineralstoffe in sich wie er. 100 Gramm Grünkohl decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C und beinhalten genauso viel Calcium wie 200 Milliliter Milch. Wer Grünkohl partout nicht ausstehen kann, darf auch gerne auf Brokkoli oder Spinat zurückgreifen. Diese besitzen ähnliche Mengen der genannten Mineralstoffe.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.