Grünes Rezept - neuer Hinweis kann viel Geld sparen

Grünes Rezept und Geld
Das Grüne Rezept dient als Merkhilfe für Patienten – kann aber auch helfen, Geld zu sparen © Fotolia

Rezeptfreie Arzneimittel werden von manchen Krankenkassen übernommen. Dafür brauchen Patienten das Grüne Rezept. Dieses sieht ab jetzt anders aus.

Auf das Grüne Rezept wird ab sofort der Hinweis gedruckt, dass viele gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten die Kosten für bestimmte rezeptfreie Arzneimittel freiwillig zurückerstatten.

 

Grünes Rezept mit neuem Hinweis

Der bisher geltende Satz „Dieses Rezept können Sie nicht zur Erstattung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreichen“ wird künftig durch „Dieses Rezept können Sie bei vielen gesetzl. Krankenkassen zur Voll- oder Teilerstattung als Satzungsleistung einreichen" ersetzt.

Das Grüne Rezept

kommt dann zum Einsatz, wenn der Arzt nicht verschreibungspflichtige Medikamente empfiehlt, weil er es aus medizinischer Sicht für notwendig erachtet. Gleichzeitig soll es dem Patienten helfen, sich Namen, Wirkstoff und Darreichungsform zu merken.

Zurzeit übernimmt die Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen – etwa 70 von 123 – die Kosten für bestimmte rezeptfreie Medikamente. Hauptsächlich werden pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel erstattet. Eine umfassende Liste finden Sie hier. Der Betrag, der jährlich übernommen wird, variiert je nach Kasse zwischen 50 und 400 Euro.

Sollte die eigene Kasse kein Geld für das Grüne Rezept erstatten, dann gibt es noch die Möglichkeit, das Rezept zusammen mit dem Kaufbeleg bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung einzureichen und als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abzusetzen.

Hamburg, 15. Juli 2015

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