Grüner Star: Behandlung mit Medikamenten oder OP

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da ein Grüner Star lange keine Symptome verursacht, wird er oft erst spät entdeckt. Ziel der Grüner Star-Behandlung ist es dann, weitere Schäden am Sehnerv zu verhindern. PraxisVITA erklärt, wie behandelt wird.

Ist ein erhöhter Augeninnendruck für den Grünen Star verantwortlich, gilt es, diesen zu senken. Dabei helfen verschiedene Medikamente, in der Regel in Form von Augentropfen (sogenannte Antiglaukomatosa). Wichtige Medikamente zur Grüner Star-Behandlung sind:

Medikamente senken Augenunnendruck
Medikamente in Form von Augentropfen helfen, den Augeninnendruck zu senken und werden daher zur Grüner Star-Behandlung eingesetzt© Fotolia
 

Medikamente bei Glaukom

  • Carboanhydrase-Hemmer: Sie vermindern die Produktion des Kammerwassers und senken so den Augeninnendruck.
  • Prostaglandine: Sie erhöhen den Abfluss des Kammerwassers.
  • Betablocker: Sie senken ebenfalls die Bildung von Kammerwasser.
  • Miotika: Ein Miotikum ist ein Medikament, das die Pupille verengt. Dadurch weitet sich der Kammerwinkel, also der Kanal, über den das Kammerwasser abfließt. Ein Miotikum wirkt jedoch nur über wenige Stunden und muss mehrmals täglich angewendet werden.

Lässt sich der Augeninnendruck nicht mit Medikamenten senken, ist zur Grüner Star-Behandlung ein Eingriff nötig. Eine Lasertherapie (sogenannte Lasertrabekuloplastik) verbessert den Abfluss des Kammerwassers, senkt den Augeninnendruck jedoch nicht dauerhaft. Bei einem operativen Eingriff wird ein künstlicher Abfluss für das Kammerwasser geschaffen, um den Augeninnendruck zu senken. Ein angeborener Grüner Star wird ebenfalls operativ behandelt.

 

Was tun bei einem Glaukom-Anfall?

Ein Glaukom-Anfall bedarf einer sofortigen ärztlichen Behandlung. Zuerst senkt der Arzt den Augeninnendruck mit Medikamenten, anschließend erfolgt eine Operation. Wird ein Glaukom-Anfall nicht rechtzeitig behandelt, besteht die Gefahr zu erblinden.

Bei einem sekundären Glaukom – also der Form, die durch eine andere Erkrankung verursacht wurde – richtet sich die Grüner Star-Behandlung nach der zugrunde liegenden Krankheit. Im Vordergrund steht dabei aber ebenfalls, den Augeninnendruck mit Medikamenten zu senken, und so weitere Schäden am Sehnerv zu vermeiden.

Vorbeugung
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