Gründe für empfindliche Brustwarzen

Michelle Kröger

Die Brustwarzen schmerzen? Das kann sehr unangenehm werden. Empfindliche Brustwarzen können durch eine Schwangerschaft, die kommende Peiode und weitere Ursachen entstehen. Es gibt Mittel, die dagegen helfen. 

Frau im BH tastet ihre Brust ab
Für empfindliche Brustwarzen gibt es verschiedene Ursachen Foto:  iStock/MachineHeadz
Inhalt
  1. Ursachen von empfindlichen Brustwarzen
  2. Empfindliche Brüste in der Schwangerschaft
  3. Empfindliche Brüste vor der Periode
  4. Empfindliche Brustwarzen beim Stillen
  5. Was hilft bei empfindlichen Brustwarzen?
 

Ursachen von empfindlichen Brustwarzen

Folgende Ursachen für empfindliche Brustwarzen sind möglich:

●    Schwangerschaft: Empfindliche und juckende Brustwarzen treten häufig zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche auf.
●    Bevorstehende Periode: Bei vielen Frauen kommt es kurz vor Einsetzen der Periode zu hormonellen Veränderungen. Im Zuge dessen können die Brüste spannen und die Brustwarzen empfindlicher werden. 
●    Brustentzündung: Es schmerzt nur eine der beiden Brustwarzen? Es könnte eine Brustdrüsenentzündung sein, die zum Beispiel zu Beginn der Stillzeit entstehen kann. Grund ist die bisher ungewohnten Reizung. 
●    Gewichtszunahme/Wassereinlagerung: Beide Brustwarzen schmerzen, wenn es zu einer leichten Gewichtszunahme oder einer Wassereinlagerung (z.B. durch Stress) kommt. 
●    Reizung: Durch einen schlecht sitzenden BH oder das Reiben eines rauen Stoffes (z.B. beim Sport) kann eine mechanische Reizung verursacht werden. Die Folge: Jucken oder Schmerzen an den Brustwarzen. 

Brust abtasten
Krankheiten & Behandlung Brustschmerzen (Mastodynie) vor der Periode sind meist harmlos

 

Empfindliche Brüste in der Schwangerschaft

Im Falle einer Schwangerschaft werden die Brüste spürbar empfindlicher – meist beginnt das zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche. Dabei kann es zu einem Ziehen in den Brüsten kommen. Berührungen werden als unangenehm wahrgenommen und einige Frauen haben sogar Probleme, die Arme anzuheben (z.B. beim An- und Ausziehen). Die Brust wird schon zu Beginn einer Schwangerschaft deutlich schwerer und schwillt an. Schuld daran ist die hormonelle Veränderung im Körper der werdenden Mutter. Die Brüste werden darauf vorbereitet, ein Baby zu stillen. Dafür müssen Milchdrüsen ausgebildet und Fettschichten aufgebaut werden. Zusätzlich erhöht sich auch die Durchblutung.

 

Empfindliche Brüste vor der Periode

Die Periode steht kurz bevor? Schmerzhaftes Ziehen in den Brüsten oder empfindliche Brustwarzen vor der Monatsblutung sind keine Seltenheit. Die Beschwerden sind meistens auf das prämenstruelle Syndrom (kurz: PMS) zurückzuführen, das sich zum Beispiel auch durch Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Reizbarkeit oder Heißhunger bemerkbar machen kann. Sie sehen: All diese Symptome können leicht mit den Anzeichen einer Schwangerschaft verwechselt werden. 

Kurz vor der Periode schüttet der Körper vermehrt Östrogen aus. Das Hormon begünstigt die Flüssigkeitseinlagerungen im Körper – auch in der Brust. Die Folge: Empfindliche Brüste. Bei einigen Frauen treten die genannten Symptome auch vor dem Eisprung auf.  

 

Empfindliche Brustwarzen beim Stillen

Das erste Anlegen des Kindes an die Brust wird von vielen Frauen als sehr intensiv und unangenehm wahrgenommen. Hinzu kommt, dass ungewohnte Reize wie das Saugen eines Babys die zarte Haut der Brustwarze reizen kann. 

In den meisten Fällen kommt es zu Brustentzündungen, wenn das Baby falsch angelegt wird. Holen Sie sich also professionelle Hilfe, etwa eine Hebamme oder eine Stillberaterin. 

Lächelnde Frau stillt ihr Baby
Baby & Kleinkind Stillen trotz Schlupfwarzen

 

Was hilft bei empfindlichen Brustwarzen?

  • Bei einer Reizung können Ringelblumensalbe, Salben mit Hamamelis oder Wollfett (Lanolin) helfen, diese zu lindern. Wechseln Sie auch den BH gegen ein bequemeres Modell aus. 
  • Sollten Sie schwanger sein und Ihre Brüste anschwellen, so können Sie rechtzeitig auf einen Umstands-BH umsteigen. Auch weite Kleider und Oberteile können dabei helfen, zusätzliche Reizungen zu vermeiden und schmerzende Brustwarzen zu verhindern.
  • In der Stillzeit können Sie nach Absprache mit Ihrer Hebamme Stillhütchen (Apotheke) verwenden. Sie kann Ihnen auch Tipps für eine andere Stilltechnik geben.
  • Sie nehmen an, dass es sich bei Ihnen um eine Brustdrüsenentzündung handelt? Suchen Sie zur Sicherheit einen Arzt auf. 
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