Grippewelle 2017 - wie heftig ist sie wirklich?

Redaktion PraxisVITA
Grippewelle 2017
Die Grippewelle 2017 ist besonders heftig – das Robert-Koch-Institut (RKI) rät auch jetzt noch zur Grippeimpfung © istock

Die Grippewelle 2017 rollt an. Hinweise verdichten sich, dass sie besonders heftig ausfallen könnte. Ob das stimmt und wie Sie sich schützen können - Praxisvita hat alle Fakten zur Grippewelle 2017.

 

Grippewelle 2017 startete besonders früh

Es scheint, als wäre das halbe Land erkrankt. Der Grund: Die Grippewelle 2017 ist auf dem Vormarsch und hat sogar etwas früher begonnen als in den Jahren zuvor. Statt Mitte Januar startete die Grippesaison dieses Mal bereits Anfang Dezember.

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Grippe 2017: 33 Fälle in Schwaben gemeldet - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Grippe-2017-33-Faelle-in-Schwaben-gemeldet-id39216822.html

Nach Informationen des städtischen Gesundheitsamts gibt es im Januar 2017 bisher mehr als doppelt so viele Influenza-Meldungen wie im vorigen Jahr. Über die Ursache wird spekuliert. "Mögliche Erklärungen könnten das nasskalte Wetter mit anhaltenden Frostperioden sein", berichtet der Leiter des Augsburger Amtes, Ulrich Storr, in einem Gespräch mit der Augsburger Allgemeine.

 

+++09.02.+++ Grippewelle 2017 erreicht Norddeutschland

Nachdem anfänglich vor allem der Süden und der Osten des Landes betroffen waren, häufen sich jetzt auch in Norddeutschland die Grippefälle. Seit Anfang des Jahres wurden im Norden 673 Fälle gemeldet. Besonders betroffen sind laut Landesmeldestelle in Schlesweig Holstein die Städte Kiel, Lübeck und Pinneberg. Der Hausärzteverband Schleswig-Holstein fordert Betroffene dazu auf, wegen der hohen Auslastung nur dann einen Arzt aufzusuchen, wenn es unabdingbar ist.

Grippewelle 2017
Die Grippewelle 2017 startete sehr früh – die Zahl der Krankschreibungen war entsprechend schnell sehr hoch© iStock
 

+++08.02.+++Alarmstufe Rot für die Grippewelle 2017

Das Robert-Koch-Institut meldet 15.026 Grippe-Erkrankte in der fünften Kalenderwoche und bezeichnet die Influenza-Aktivität als stark erhöht. Die Zahl der Erkrankten steigt weiter. Und die Arztpraxen melden immer mehr Patienten.

 

+++07.02.+++Grippewelle 2017 hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht

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Die Lage ist ernst. Bisher sind 11.000 Grippefälle in Deutschland bekannt,  49 Todesfälle wurden an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Und Experten warnen: Der Höhepunkt der Grippewelle 2017 steht erst noch bevor.

 

+++30.01.+++ Kinder können zweimal an der Grippe erkranken

Kinder, die eine Grippe überstanden haben, sind nicht automatisch immun. Sie können auch zweimal in der Saison von der Grippewelle 2017 eingeholt werden. Den Grund dafür fanden Forscher der österreichischen Universität Innsbruck: Kinder können sich mit unterschiedlichen Viren anstecken. Um das herauszufinden, beobachteten die Wissenschaftler rund 650 Kinder in der Saison 2014 / 2015, die zweimal in einer Saison an Grippe erkrankt waren (zwischen den Erkrankungen lagen 50 Tage) und typische Symptome (Fieber) aufwiesen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Kleinen sich mit verschiedenen Stämmen des Virus angesteckt haben – und sich daher keine Immunität bilden konnte.

 

+++29.01.+++ Grippewelle 2017: Bayern liegt flach

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Besonders betroffen von der Grippewelle 2017 ist Bayern. Bayrische Medien berichten, dass dort zurzeit eine ungewöhnlich heftige Grippe grassiert. Bislang zählt das Landesamt für Gesundheit (LGL) in Erlangen 3.700 Fälle. Allein in der letzten Woche kamen 1.000 Erkrankungen hinzu.

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Starke Grippewelle 2017 vorhergesagt

Im Jahr 2012 warnte der damalige Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Peter Wutzler, vor einer starken Grippesaison in Deutschland. Sein Argument: Eine starke Grippewelle in Australien.

Er lag damit richtig ­– in der Grippewelle 2012/2013 gab es geschätzte 7,7 Millionen influenza­bedingte Arztbesuche, die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen den höchsten Wert in den letzten zehn Jahren. 23 600 Menschen starben. 

Trotzdem sind sich Experten uneins, ob eine solche Vorhersage funktioniert. Eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts sagt: „Die Daten aus Australien geben deswegen keinen Anlass zur Sorge, weil man eine Grippewelle generell nicht vorhersagen kann.“ Es sei immer unklar, welche Sub-Typen des Virus sich durchsetzen, das würde bestimmen, wie sich die Grippe im Winter 2017 auf der Nordhemisphäre ausbreitet.

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Kinder können in einer Saison zweimal an Grippe erkranken - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Kinder-koennen-in-einer-Saison-zweimal-an-Grippe-erkranken-id40366892.html
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+++27.01.+++ Grippewelle 2017 – RKI und TÜV appellieren zur Grippeimpfung

Impfung: Der Grippeimpfstoff benötigt zwei Wochen, um im Körper seine volle Wirkung zu entfalten, und die Grippewelle fegt meist ab dem Jahreswechsel über Deutschland hinweg. Experten empfehlen darum, sich Ende Oktober, Anfang November impfen zu lassen. Doch auch wer die Grippeimpfung im Herbst letzten Jahres verpasst hat kann sich noch schützen: auch jetzt kann eine Grippeschutzimpfung noch helfen, sich für den Rest des Winters zu wappnen, erklärt Wiete Schramm, Ärztin beim TÜV Rheinland, gegenüber der Augsburger Allgemeine.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI empfiehlt die Grippeimpfung grundsätzlich für alle Menschen über 60 Jahre. Denn sie sind häufig schon durch Grunderkrankungen geschwächt. Sie können den Grippeviren nichts entgegensetzen und erleiden schwerere, oft sogar tödliche Krankheitsverläufe, zum Beispiel durch Lungenentzündungen.

Die Grippeimpfung bedeutet aber leider keinen totalen Schutz. Denn die Influenza-Viren verändern sich schneller, als die Hersteller der Impfstoffe reagieren können. Deshalb werden auch in jedem Jahr neue Impfstoffe entwickelt, je nachdem, welche Viren gerade kursieren.

 

Grippewelle 2017 – so schützen Sie sich

Neben der Grippeimpfung können Sie aber auch selbst einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um nicht zu erkranken.

Händewaschen: Waschen Sie sich oft gründlich (nicht nur mit Wasser) die Hände, vor allem sofort, wenn Sie nach Hause kommen. So verteilen Sie von draußen mitgebrachte Erreger nicht in Ihrem Zuhause. Versuchen Sie, sich möglichst selten ins Gesicht zu fassen.

Frische Luft: Bewegen Sie sich an der frischen Luft – das stärkt das Immunsystem.

Gesundes Essen: Ernähren Sie sich abwechslungsreich, kochen Sie mit vielen frischen Zutaten. So bekommen Sie ausreichend Vitamine.

Sollten Sie doch erkranken, gilt: Ein grippaler Infekt beginnt langsam, über ein, zwei Tage hinweg. Eine echte Grippe hingegen zeigt sich ganz plötzlich mit sehr starken Beschwerden. Betroffene fühlen sich auf einen Schlag richtig krank. Klassische Symptome sind Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen, starker Husten. Gehen Sie sofort zum Arzt – innerhalb der ersten 24 Stunden gibt es antivirale Mittel. Danach können nur noch die Symptome gelindert werden.

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