Grapefruitsaft fürs Herz

Redaktion PraxisVITA
Grapefruitsaft schützt das Herz
Eine neue Studie zeigt: Ein Glas Grapefruitsaft täglich hält die Blutgefäße gesund und schützt das Herz vor Krankheiten © Fotolia

Grapefruitsaft schmeckt nicht nur frisch und lecker, sondern bietet auch unserer Gesundheit optimalen Schutz. Erfahren Sie jetzt, warum Saft sogar gesünder ist als die ganze Frucht.

Seit Längerem ist bekannt, dass die Bitterstoffe der Grapefruit uns bei Diäten unterstützen. Sie regen die Bildung der Verdauungssäfte an und leiten das Nahrungsfett direkt zur Fettverbrennung, statt es einzulagern. Daher erhielten Diätwillige bislang den Tipp, ein Glas frisch gepressten Grapefruitsaft vor jeder Mahlzeit zu trinken. Forscher haben jetzt herausgefunden: Ein Glas des bitteren Fruchtsafts täglich kann auch vor Herzerkrankungen schützen.

 

Flavonoide schützen die Blutgefäße

Die Ergebnisse, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurden, machen deutlich, dass der regelmäßige Konsum von Grapefruitsaft eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Herzerkrankungen spielt. Dafür verantwortlich machen die Wissenschaftler die in der Zitrusfrucht enthaltenen Flavonoide.

Forscher der French National Institute for Agricultural Research in Clermont-Ferrand, Frankreich, hatten eine Untersuchung mit 48 gesunden Frauen zwischen 50 und 65 Jahren durchgeführt, da diese Altersgruppe besonders häufig mit Herzproblemen zu tun hat.

Die Hälfte der Teilnehmerinnen trank täglich ein Glas Grapefruitsaft, die andere Hälfte erhielt ein Getränk ohne Flavonoide. Nach zwei Monaten tauschten beide Gruppen die Getränke. Das Ergebnis: Die Blutgefäße der Probandinnen, die den Grapefruitsaft tranken, waren elastischer, das Blut konnte besser fließen. Die Wissenschaftler sind sicher, dass Flavonoide nicht nur die Gefäße stärken, sondern so auch Blutgerinnseln vorbeugen können.

 

Vorsicht bei ganzen Grapefruits

Vorsicht gilt bei Menschen, die bereits unter Herzproblemen leiden und dagegen Medikamente einnehmen: Der Grapefruitsaft kann dazu führen, dass die Wirkstoffe der Medikamente vom Körper nicht mehr vollständig aufgenommen werden können. Forscher warnen außerdem vor dem Verzehr der ganzen Frucht: Eine Studie hat kürzlich ergeben, dass Menschen, die mindestens drei Mal pro Woche eine Grapefruit essen, eine um 41 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, an einem schwarzen Hautkrebs zu erkranken. Saft scheint diesen Effekt jedoch nicht zu haben.

Hamburg, 8. Juli 2015

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