Granatapfel: Alle Hintergründe über die Frucht der Liebe

Granatapfel wird als natürliches Medikament bei Durchfall und Wurmerkrankungen eingesetzt, seine Pflanzenstoffe sollen Krankheiten wie Herzinfarkten und sogar Krebs vorbeugen – und dazu schmeckt er noch gut!

Virenkiller Granatapfel
Die roten Kerne enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, gesunde Fettsäuren und wirken dazu auch noch entzündungshemmend.© Fotolia
 

Granatapfel: Anwendung und Heilwirkung

Definition Granatapfel

Bezeichnung: Punica granatum          Familie: Weiderichgewächse             Gattung: Granatäpfel (Punica)

Die Bestandteile des Granatapfels sind vielfältig verwendbar. Aus den Früchten wird Saft hergestellt, aus den Kernen wird Öl gepresst, Schale, Rinde und Wurzel werden auch in manchen Heilmitteln verwandt. Als Mittel gegen Würmer und bei Durchfall wurde Granatapfel eingesetzt. Für diese Anwendung finden sich jedoch keine wissenschaftliche Belege.

Besser untersucht und belegt sind die Pflanzenstoffe des Granatapfels: Er weist einen extrem hohen Anteil von Polyphenolen, allen voran Flavonoiden und Tanninen auf. Von diesen sogenannten bioaktiven Stoffen weiß man, dass sie antioxidativ wirken. Das heißt: Sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen, können den Alterungsprozess verlangsamen und entzündungshemmend wirken - das gilt innerlich wie äußerlich. Manche Ernährungsmediziner schreiben Granatapfelsaft vorbeugende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu, er soll zudem Bluthochdruck senken und gegen Arthritis helfen.

Hinzu kommt: Granatapfelextrakte finden in homöopathischen Präparaten Verwendung und sind sonst in der Regel Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Im Granatapfel enthaltene Wirkstoffe

Polyphenole, Gerbstoffe, Alkaloide, Phenole

 

Botanik

Granatapfel hilft gegen Prostatavergroesserung
Granatapfel-Extrakte können einer US-Studie zufolge die Entstehung und das Wachstum von Prostatakrebs bekämpfen. Auch zur Vorbeugung der gutartigen Prostatavergrößerung ist die schmackhafte Frucht geeignet© Fotolia

Der Granatapfel wird meist als Strauch kultiviert, lässt man seinem Wachstum freien Lauf, entwickelt sich über mehrere hundert Jahre ein Baum, der eine Höhe von 5 Metern erreichen kann. Die lanzettförmigen Blätter sind wechselständig angeordnet, ledrig und haben einen Stiel. Zur Blütezeit entwickeln sich rote, glockenförmige Blüten mit einem gezackten Rand.

Die Frucht kann einen Durchmesser von 10 cm erreichen. Sie sieht aus wie ein Apfel, besitzt eine harte ledrige Schale und ist zur Erntezeit leuchtend rot bis rot-orange gefärbt. Das Innere des Granatapfels ist in viele Kammern unterteilt. Darin sitzen dicht an dicht die von einem roten, glasigen Samenmantel umhüllten Kerne.

 

Verbreitung

Der Granatapfel bevorzugt trockenes und warmes Klima. Ursprünglich in Südwestasien beheimatet, ist die Pflanze mittlerweile im gesamten asiatischen Raum ebenso wie in im Mittelmeergebiet zu finden. Selbst im südlichen Kalifornien und Südamerika wird der Granatapfel angepflanzt.

 

Andere Namen für Granatapfel

Grenadine

Wissenswertes über den Granatapfel

Aufgrund seiner leuchtend roten Blüten und der mit vielen Kernen gefüllten Frucht galt der Granatapfel schon im Altertum als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit.

Grenadinesirup, die beliebte Cocktailzutat, wird aus Granatapfelkernen hergestellt.

Als dekorative Kübelpflanze ist der Granatapfel in vielen Gärten zu finden.

Tipp zum Entkernen: Die Frucht mit einem scharfen Messer quer halbieren. Eine Hälfte mit der angeschnittenen Seite auf der Innenhand über eine große Schüssel mit Wasser halten und mit einem Kochlöffel auf die Schale klopfen. Dabei lösen sich die Kerne, fallen zwischen den Fingern in die Schüssel und können mit einem Sieb leicht herausgefischt werden. Die weißen Fruchthäute gründlich entfernen!

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