Gnitzen-Stich: Was hilft beim Stich der Mini-Mücke?

Winzig, aber fies: Der Gnitzen-Stich juckt heftiger als der Stich einer normalen Stechmücke und kann sich leichter entzünden. Woran liegt das und was hilft, wenn eine Gnitze zugeschlagen hat?

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Die auch Bartmücken genannten Gnitzen sind nur 1-4 Millimeter groß und nähern sich ihren Opfern geräuschlos. Wenn man sie bemerkt, ist es in der Regel schon zu spät: Der Gnitzen-Stich ist schmerzhaft, juckt heftig und verheilt langsamer als der Stich der hierzulande am stärksten verbreiteten „Gemeinen Stechmücke“.

Gnitzen-Biss: Größere Wunde als nach einem Mückenstich

Das liegt daran, dass der Gnitzen-Stich eigentlich eher ein Biss ist: Die kleine Mücke hat keinen so langen Rüssel wie ihre größeren „Konkurrentinnen“ und steckt darum beim Blutsaugen ihren gesamten Kopf in die Haut ihres Opfers. Dabei entsteht eine größere Wunde als bei einem normalen Mückenstich – und diese Wunde verheilt entsprechend langsamer.

Der Mückenspeichel enthält ein betäubendes und blutgerinnungshemmendes Eiweißsekret. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung von Histaminen. Diese wiederum lösen Juckreiz und Schwellung aus.

Zwar besteht bei Gnitzen-Stichen eine höhere Entzündungsgefahr als bei Stichen der Hausmücke – das liegt vor allem daran, dass die Stiche stärker jucken und langsamer verheilen und darum häufiger aufgekratzt werden. Krankheiten übertragen die Insekten bei Menschen aber in der Regel nicht.

Wo kommen Bartmücken vor?

Gnitzen kommen vermehrt in der Nähe von Wasser vor – vor allem abends und nachts sind sie in Schwärmen unterwegs. Sie stechen bevorzugt in die Haut an den Kleidungsrändern.

Gnitzen-Stiche behandeln: So geht es richtig

Ein Gnitzen-Stich sollte möglichst schnell behandelt werden, damit Schmerzen und Juckreiz eingedämmt werden und die Versuchung zu kratzen sinkt. Die Behandlung von Gnitzen-Stichen unterscheidet sich nicht von der anderer Insektenstiche:

  • Kühlen: Das Kühlen mit Kühlpacks oder feuchten Umschlägen lindert Schmerzen und Juckreiz.
  • Erhitzen: Alternativ oder zusätzlich kann der Stich mit einem speziellen Mückenstift für einige Sekunden erhitzt werden. Die Hitze bewirkt, dass die juckreizfördernden Eiweißstoffe im Mückenspeichel verfallen.
  • Juckreizhemmende Gels: In der Apotheke gibt es kühlende und juckreizlindernde Gels, die auf den Stich aufgetragen werden können.
  • Kratzen vermeiden: Das Aufkratzen des Stichs sollte in jedem Fall vermieden werden, denn dadurch erhöht sich die Entzündungsgefahr drastisch.

Was tun, wenn sich Gnitzen-Stiche entzündet haben?

Besonders, wenn der Stich aufgekratzt wird, kann er sich entzünden. Denn beim Kratzen können Schmutzpartikel und Keime in die Wunde gelangen. Im schlimmsten (sehr seltenen) Fall droht dann eine Blutvergiftung. 

Eine Entzündung äußert sich durch Eiter an der Einstichstelle, geschwollene Lymphknoten und eine übermäßige Rötung und Schwellung sowie verstärkte Schmerzen. Bei diesen Anzeichen sollte eine Ärzt:in aufgesucht werden.

Ein Fall für den Notruf sind hohes Fieber, Bewusstseinsstörungen, beschleunigte Atmung und beschleunigter Puls. Diese können auf eine lebensbedrohliche Blutvergiftung hinweisen.

Gnitzen-Stichen vorbeugen: Die besten Tipps

Mit diesen Tipps und Tricks lassen sich die kleinen Mücken abwehren:

  • Fliegengitter: Fliegennetze und -gitter sollten engmaschig sein, damit die winzigen Mücken nicht durchpassen.
  • Lange Kleidung: Gnitzen können nicht durch Stoff durchstechen, dafür sind sie schlicht zu klein. Lange Kleidung ist im Freien darum der beste Schutz vor den Plagegeistern.
  • Mückensprays: Auch im Handel erhältliche Mückensprays können Gnitzen abschrecken.

Mit diesen Maßnahmen lassen sich Gnitzen-Stiche zumindest reduzieren – wenn die kleinen Plagegeister dennoch zuschlagen, sollte der Stich entsprechend behandelt werden.