Gliederschmerzen – wie stellt der Arzt die Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da es sich bei Gliederschmerzen lediglich um ein Symptom und keine Erkrankung handelt, ist die „Diagnose Gliederschmerzen“ bereits gestellt, sobald der Patient von Schmerzen in Armen und/oder Beinen berichtet. Die weitere Diagnose hat demnach zum Ziel, die zugrunde liegenden Ursachen festzustellen.

Hierzu wird der Arzt den Patienten mit Gliederschmerzen im Rahmen der Diagnose zunächst genau befragen. In diesem Zusammenhang sind unter anderem folgende Fragen wichtig:

  • Seit wann bestehen die Gliederschmerzen?
  • Welchen Auslöser für die Gliederschmerzen vermutet der Patient (z. B. einen Sportunfall)?
  • Wie stark sind die Schmerzen?
  • Welchen Charakter haben die Schmerzen (ziehend, brennend etc.)?
  • Welche Tätigkeiten verbessern/verschlimmern die Beschwerden?

Anschließend begutachtet der Arzt die vom Patienten beschriebenen schmerzhaften Regionen und prüft im Rahmen der weiteren Diagnose beispielsweise, ob diese äußerlich sichtbare Veränderungen (z. B. eine sichtbare Eindellung bei einem Sehnenriss oder Veränderungen der Haut) aufweisen oder schmerzhaft auf Druck und/oder Bewegung reagieren. Hieraus kann er eventuell bereits weitere Rückschlüsse auf die Diagnose der Gliederschmerzen ziehen.

Da Gliederschmerzen häufig von grippalen Infekten oder einer Grippe hervorgerufen werden, wird der Arzt den Patienten vermutlich zunächst daraufhin untersuchen, sofern seine bisherigen Schilderungen zu einem Infekt passen. Häufig nimmt er auch Blut ab und sendet es zur Untersuchung ins Labor. Bestätigen die Untersuchungen den Verdacht auf einen grippalen Infekt oder eine Grippe, ist die Diagnose in der Regel abgeschlossen.

Im Laufe der Diagnose fragen Mediziner auch nach bereits bestehenden (chronischen) Erkrankungen:

Ebenso sind folgende Fragen zum Lebensstil des Patienten und zu Medikamenten bei Gliederschmerzen für die Gliederschmerzen-Diagnose interessant:

  • Welche Medikamente nimmt er derzeit ein?
  • Wie und wie viel bewegt er sich im Alltag?
  • Wie häufig nimmt der Patient Alkohol zu sich?

Neben den bereits geschilderten Untersuchungen und Befragungen bei Gliederschmerzen stehen Ärzten bei Bedarf noch weitere Diagnose-Methoden zur Verfügung. Hierzu zählen beispielsweise detailliertere Blutuntersuchungen, Hirnwasser-Untersuchungen (Liquor-Diagnostik), bildgebende Verfahren wie Röntgen-, Ultraschall- und Kernspinuntersuchungen (Computertomographie, CT) sowie eventuell weitere neurologische Untersuchungsmethoden.

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