Ginseng - der asiatische "Allesheiler"

Ginseng war in Asien einst als Heilmittel so geschätzt und selten, dass sein Gewicht in Gold aufgewogen wurde. Heute kostet er weniger - seine Heilwirkung bleibt aber legendär.

Die Wurzel des Ginseng soll anregend auf den Körper wirken
Die Wurzel des Ginseng soll anregend auf den Körper wirken© Fotolia
 

Ginseng: Anwendung und Heilwirkung

Definition Ginseng

Bezeichnung: Panax ginseng    Familie: Araliengewächse            Gattung: Panax

Ginseng wirkt anregend und beruhigend zugleich und gilt deshalb als beliebtes Anti-Aging Mittel. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird seit jeher die adaptogene, d.h. die Stresstoleranz erhöhende, Wirkung des Ginseng genutzt. Deshalb werden Ginseng Präparate gern in der Genesungsphase nach Krankheiten und zur Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit eingesetzt.

Bei zu langer oder zu hoher Dosierung drohen Schlaflosigkeit und Nervosität sowie erhöhter Blutdruck und Ödeme. Nach 3 Monaten sollte die Behandlung unterbrochen werden. In der Homöopathie wird Ginseng bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Die Anwendung erfolgt als Tee oder in Form standardisierter Fertigpräparate. Letztere bieten den Vorteil, dass in ihnen eine ausreichende Dosierung eher gegeben ist.

 

Im Ginseng enthaltene Wirkstoffe

Triterpensaponine (Ginsenoside), Polysaccharide (u. a. Panaxane, Glykane, Peptidoglykane), Polyacetylene.

 

Botanik

Der Ginseng wächst nur 80 Zentimeter hoch
Der Ginseng wächst nur 80 Zentimeter hoch© Fotolia

Der Ginseng erreicht eine Höhe von etwa 80 Zentimetern, besitzt einen unbehaarten Stängel und langstielige Blätter, die immer zu fünft angeordnet sind. Die Ginsengblüten sind klein und stehen in Dolden; sie blühen weiß-gelblich bis weiß-grünlich. Nach der Blüte reifen ebenfalls doldenartig angeordnete rote Beeren. Die zylinderförmige Wurzel erreicht einen Durchmesser von ca. 2cm. Die Hauptwurzel bildet zahlreiche Äste aus.

Die Unterscheidung in roten und weißen Ginseng beruht nicht auf unterschiedlichen botanischen Arten, sondern geht auf die Behandlung der Wurzel nach der Ernte zurück. Bei weißem Ginseng werden die Wurzeln nach der Ernte getrocknet, roter Ginseng entsteht, wenn die Wurzeln nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt werden und im anschließenden Trocknungsprozess der Wassergehalt stark reduziert wird.

 

Verbreitung

Die Heimat des Ginsengs liegt in Ostasien. Dort, in den ostchinesischen Provinzen Jilin, Heilongjiang, Liaoning sowie in Nordkorea und den angrenzenden Gebieten Russlands wächst er wild. Darüber hinaus wird er heute auch noch in anderen gemäßigten Breitengraden -vereinzelt sogar in Deutschland - angebaut.

 

Andere Namen des Ginsengs

Allheilkraut, Asiatischer Ginseng, Chinesischer Ginseng, Koreanischer Ginseng, Gilgen, Samwurzel, Kraftwurz

Wissenswertes über Ginseng

In der traditionellen chinesischen Medizin gehört Ginseng zu den besonders vielseitig einsetzbaren Mitteln. Europa kam er erst im 17. Jahrhundert. Seit dieser Zeit zählt er auch dort zu den beliebten Heilpflanzen. Der chinesische Name „Ginseng“ bedeutet eigentlich „Mensch“ bzw. „Wurzel“ und könnte auf die Wurzelform zurückgehen; diese ähneln manchmal menschlichen Figuren.

Der wissenschaftliche, aus dem Griechischen stammende Gattungsname Panax leitet sich von Panakeia, der „Allesheilerin“, einer Tochter des Asklepios (in der griech. Mythologie Gott der Heilkunde) ab. Der Sibirische Ginseng und der Brasilianische Ginseng haben, außer ihren Namen, mit dem eigentlichen Ginseng nichts zu tun.

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