Ginkgo – Die beste Alzheimer-Vorbeugung

Carolin Banser
Ginkgo schützt vor Alzheimer
Zum Schutz vor Alzheimer und dem Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit empfehlen Experten die Einnahme eines Ginkgo-Präparats © Fotolia

Schätzungen zufolge leiden bereits 1,2 Millionen Deutsche an Alzheimer. Die Gehirn-Erkrankung ist bislang nicht heilbar. Noch immer wissen die Forscher nicht genau, was den krankhaften Abbau der Hirnzellen eigentlich auslöst. Dafür zeigen Studien jetzt: Eine Naturarznei kann dabei helfen, sich vor der Krankheit zu schützen.

Konzentrierte Pflanzenstoffe aus den Blättern des Ginkgo-Baums (Egb761) verdünnen das Blut und fördern die Durchblutung bis in kleinste Gefäße. Das hilft z. B. bei Tinnitus oder Schwindel und ist bereits länger bekannt. Aber aktuelle Studien zu einem Ginkgo-Extrakt zeigen Erstaunliches: Im Gehirn fördert er die Vernetzung von Nervenzellen, verbessert ihre Signalübertragung und mindert Entzündungsvorgänge. Vor diesem Hintergrund haben Forscher jetzt untersucht, ob Ginkgo einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen kann.

Studie belegt: Ginkgo zeigt positive Wirkung

Das Ergebnis einer offenen Studie mit 918 Japanern: Ginkgo-Extrakt könnte bei konsequenter Langzeiteinnahme zusammen mit Omega-3-Fettsäuren (z.B. enthalten in Fisch und Walnüssen) und Lycopin (z.B. enthalten in Tomaten, Papaya, Aprikosen) gegen das Auftreten einer Alzheimer-Erkrankung schützen. Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie älter als 65 Jahre und geistig gesund. Die Häufigkeit der Alzheimer-Entwicklung wurde in Folgeuntersuchungen der verschiedenen Behandlungsgruppen ermittelt.

Die erste Gruppe bildeten Probanden, die drei Jahre lang täglich sechs Kapseln eines Kombinationspräparats mit je 40 mg Ginkgo-Extrakt, 197 mg gereinigtem Fischöl und 14 mg Lycopin aus Tomatenextrakt eingenommen hatten. Die Testpersonen der zweiten Gruppe absolvierten ein Bewegungsprogramm aus Tanz und Gymnastik angeleitet wurden. Die übrigen Versuchsteilnehmer stellten die Kontrollgruppe dar.

Ginkgo-Extrakt wirkt nur bei Einnahmetreue

Auf den ersten Blick schienen sowohl die medikamentöse Therapie als auch das Bewegungsprogramm die Wahrscheinlichkeit für die Krankheitsentstehung zu mindern. Wurden in einem statistischen Modell auch Alter, Geschlecht, BMI, Diabetes mellitus, Hirngefäßerkrankungen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Bildungsstatus, Raucherstatus, Alkoholkonsum, Familienstand und psychische Erkrankungen berücksichtigt, verringerte nur der medikamentöse Einfluss das Auftreten einer Alzheimer-Demenz deutlich. Rechnerisch minderten insgesamt 40 Gramm (1000 Kapseln) Ginkgo-Extrakt das Risiko einer Alzheimer Erkrankung um 31 Prozent.

Hamburg, 15. Juli 2015

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