Heilpflanzenlexikon

Ginkgo - Widerstandsfähigkeit für den Menschen

Redaktion PraxisVITA

Ein Ginkgobaum kann mehr als 1.000 Jahre alt werden und wächst etwa 40 Meter hoch. Der Ginkgo ist berühmt für seine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit. Aber auch dem Menschen kann ein Wirkstoff aus seinen Blättern helfen, lange gesund zu leben.

Ginkgo: natürlicher Wirkstoff für mehr Leistungsfähigkeit
Die Ginkgo-Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit ist wissenschaftlich erwiesen© Fotolia

Ginkgo Definition              Bezeichnung: Ginkgo biloba Familie: Ginkgogewächse   Gattung: Ginkgo                     Art: Ginkgo biloba

 

Ginkgo: Anwendung und Heilwirkung

In den Blättern des Ginkgos befinden sich Wirkstoffe, denen eine schützende Wirkung auf Nervenzellen sowie antioxidative und durchblutungsfördernde Effekte zugeschreiben werden.

Einsatzgebiete des Ginkgo-Extrakts sind Demenzerkrankungen wie die Alzheimer Krankheit, nachlassende Gedächtnisleistung und Konzentrationsschwäche als Folge leichter kognitiver Störungen und weitere Beschwerden, die mit einer verminderten Durchblutung einhergehen können wie Tinnitus (Ohrgeräusche) und Schwindel (Vertigo).

Eingesetzt wird Ginkgo in Form von Trockenextrakten in Fertigarzneimitteln. Die Verwendung von frischer Blätter oder von Ginkgo-Tee kann durch die enthaltenen Ginkgolsäuren zu Nebenwirkungen führen. Aus pharmazeutischen Trockenextrakten in Fertigarzneimitteln sind diese weitgehend entfernt worden, weshalb mit den entsprechenden Nebenwirkungen nicht zu rechnen ist.

 

Im Ginkgo enthaltene Wirkstoffe

Ein Ginkgo-Blatt mit Tabletten
Wissenschaftler vermuten, dass der Ginkgo-Wirkstoff hilft, Alzheimer vorzubeugen© Fotolia
  • Flavonoide und Procyanidine
  • Diterpene wie die Ginkgolide A, B, C, J
  • Sesquiterpenlactone wie Bilobalid
 

Verbreitung

Die Heimat des Ginkgo ist China und Japan. Als Zierpflanze hat er sich in den letzten 300 Jahren auch darüber hinaus weit verbreitet. Die letzten Wildbestände finden sich in der chinesischen Provinz Zhejiang.

 

Botanik

Der Ginkgo ist der einzige noch lebende Vertreter einer ganzen Pflanzenklasse von Nacktsamern, die vor rund 175 Mill. Jahren im Erdmittelalter in allen Erdteilen vertreten waren. Ginkgobäume werden über 1.000 Jahre alt und etwa 40 Meter hoch. Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtig und blühen im März. Die Blüten männlicher Bäume werden 2 bis 3 Zentimeter lang und haben die Form von Kätzchen. Sie sind etwas auffälliger als ihre weiblichen Pendants. Letztere reifen nach der Befruchtung zu einem Samen, dessen Kern essbar ist.

Die Blätter des Ginkgos haben die Form eines Fächers, sind breit und in der Mitte eingekerbt. Im Laufe des Jahres verändert sich die Farbe der Blätter von hellgrün über dunkelgrün hin zu Hell- bis Goldgelb, ehe der Baum Anfang November seine Blätter verliert.

Die dicke Borkenschicht des Baumes erhält mit voranschreitendem Alter Risse. Gleichzeitig wird die Krone des Ginkgo immer gewaltiger.

 

Andere Namen des Ginkgo

Ginkgobaum, Ginko,  Mädchenhaarbaum, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Fächertanne, Frauenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Japanbaum, Japanischer Nussbaum, Silberaprikose, Tempelbaum

Wissenswertes über Ginkgo

Seinen Namen Ginkgo – zu Deutsch »Silberaprikose« – verdankt der Ginkgo seiner silbern schimmernden Samenanlage. Biloba – »zweilappig« – verweist auf die Form der Blätter.

Der Ginkgo ist berühmt für seine außergewöhnliche Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit. Ein besonderes Beispiel hierfür ist der Ginkgo-Baum im Tempelbezirk von Hiroshima. Nur gut ein halbes Jahr nach dem Atombombenabwurf soll er bereits wieder ausgetrieben haben. Als Nahrungsmittel spielen in der asiatischen Küche die Ginkgosamen eine Rolle.

Schon seit langem haben Ginkgoblätter ihren festen Platz in der ostasiatischen Kunst. Sogar Johann Wolfgang von Goethe widmete dem Ginkgo biloba eingleichnamiges Gedicht.

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