Giftstoffe im Backpapier: So kann der Gebrauch schädlich sein!

Backpapier gehört in den meisten Haushalten zur Standartausstattung, dabei enthalten viele Produkte Giftstoffe. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann schädlich sein und ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben. So kann Backpapier giftig werden.

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Warum enthält Backpapier Giftstoffe?

Backpapier ist neben Alufolie und Klarsichtfolie der Klassiker in der Küchenschublade. Es handelt sich dabei um Papier, das beschichtet wird, damit es den hohen Temperaturen im Ofen besser standhält und nicht sofort durchweicht, sobald es mit Flüssigkeiten in Berührung kommt. Dafür werden allerdings auch Inhaltsstoffe verwendet, die bei falschem Gebrauch giftig sind und schädlich für den Körper sein können.

Welche Inhaltsstoffe im Backpapier können giftig und schädlich sein?

Die Beschichtung besteht entweder aus Silikon oder aus Quilon. Silikon ist die Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind. Quilon ist eine Kombination aus Chromsalzen und Fetten. Da es zu den Lebensmittel-Bedarfsgegenständen gehört, unterliegt Backpapier strengen EU-Richtlinien. Es darf also keine Bestandteile enthalten oder an Lebensmittel abgeben, die für die Gesundheit eine Gefährdung darstellen können. Dies gilt jedoch immer für eine sachgemäße Nutzung.

Wird das Backpapier falsch angewandt, zum Beispiel zu stark erhitzt, können sich durch das Silikon giftige Stoffe bilden und vom Backpapier auf die Lebensmittel übergehen. Zulässige Höchstmengen der verwendeten Stoffe werden dann überschritten.

Wie kann ich vermeiden, dass Backpapier gesundheitsschädlich wird?

Bei der Verwendung von Backpapier, das mit Silikon beschichtet wurde, gilt eine Maximaltemperatur von 220 °C, bei Quilon 200 °C.  Auch sollte das Backpapier nicht zu oft wiederverwendet werden – spätestens wenn es verbrannt ist, sich verfärbt oder brüchig wird, sollte es entsorgt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es sich im Ofen entzündet.

Die Silikonbeschichtung des Backpapiers verbrennt sehr schnell, dabei werden Verbrennungsschadstoffe an die Umgebungsluft freigesetzt. Dies kann zu Atembeschwerden führen. Welche genaue Auswirkung Silikone auf den Körper haben kann, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Stoffe stehen jedoch in dem Verdacht, Krankheiten wie Rheuma hervorzurufen oder Konzentrationsstörungen zu fördern. 

Was sind Alternativen zu Backpapier mit Weichmachern?

  • Einfetten: Am besten für die Umwelt und die Gesundheit ist das klassische Einfetten von Formen oder Blechen mit Butter, Kokosfett, Rapsöl oder anderen Fetten. Danach mit ein wenig Mehl bestreuen und nichts klebt mehr an.
  • Butterbrotpapier: Butterbrotpapier ist nicht mit Silikon beschichtet und daher leichter zu recyceln und deutlich besser für Gesundheit und Umwelt. Butterbrotpapier darf jedoch nur einmal verwendet werden, erhöht also das Müllaufkommen.
  • Ein Antihaft-Backblech: Die Investition in ein gutes Backblech lohnt sich. Pizza, Kekse und Co. kommen so ganz ohne Backpapier in den Ofen. Das spart Müll und ist weniger gefährlich für die  Gesundheit.
  • Dauer-Backfolie: Die Backfolie aus Teflon kann bis zu 1000 Mal verwendet werden. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Nutzung bis 200 °C gesundheitlich völlig unbedenklich. Einziges Manko: Da die Backfolie aus Teflon ist, werden bei ihrer Entsorgung im Hausmüll in der Müllverbrennung giftige Gase freigesetzt, die schädlich für die Umwelt sind.
  • Backmatten: Backmatten bestehen in der Regel ebenfalls aus Silikon. Einziger Vorteil zum Backpapier: Man kann sie länger verwenden, was besser für die Umwelt ist. Ein Restrisiko für einen Austritt der Giftstoffe bei zu starkem Erhitzen bleibt jedoch genau wie bei dem beschichteten Backpapier bestehen.