Gicht-Symptome: Typisch sind Gelenkschmerzen und Schwellungen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Gicht verläuft in maximal vier Stadien. Zu den häufigsten Gicht-Symptomen zählen Gelenkschmerzen und Schwellungen. PraxisVITA erklärt, welche Symptome Sie noch kennen sollten und was dagegen hilft.

Gicht verläuft in maximal vier Stadien. Als Stadium I wird die Vorstufe der Gicht bezeichnet. Die Harnsäure-Werte sind bereits erhöht und liegen definitionsgemäß über 7 Milligramm pro Deziliter Blut. Es treten jedoch kaum Beschwerden auf, daher bleibt der gestörte Stoffwechsel häufig unbemerkt. Mögliche Symptome in diesem Vorstadium der Gicht sind Nierensteine oder der sogenannte Nierengrieß (eine Ansammlung kleiner Nierensteine).

 

Gicht-Symptome: Gelenkschmerzen in der Nacht

Im Stadium II treten plötzlich akute Gicht-Symptome auf. Erst wenn sich die überschüßige Harnsäure jahrelang in Form von Kristallen angelagert hat, treten Gicht-Symptome der akuten Gicht auf. In den meisten Fällen liegt der Harnsäure-Spiegel 20 bis 40 Jahre lang über 7 Milligramm pro Deziliter Blut, ehe es zum ersten Gichtanfall kommt. Ausgelöst wird er in der Regel durch eine zusätzliche Belastung. Das kann eine strenge Fastenkur sein, ein reichhaltiges Essen mit viel Fleisch, Alkohol, intensiver Sport oder ein Infekt. Typischerweise wacht der Betroffene nachts mit Schmerzen in einem einzelnen Gelenk auf. In 80 Prozent der Fälle zeigt sich die Erkrankung zunächst am Bein, meistens am Großzehengrundgelenk. Wird die Gicht nicht behandelt, halten die Beschwerden 7 bis 14 Tage an, ehe sie sich von selbst bessern.

Gichtbeschwerden treten häufig zuerst in den Gelenken der großen Zehe auf
Gicht-Symptome treten häufig zuerst in den Gelenken der großen Zehe auf© Fotolia
 

Gicht-Symptome: Diese sind typisch bei einem akuten Anfall

  • starke Schmerzen an einem Gelenk, oft an der großen Zehe
  • Rötung der Haut rund um das Gelenk, eventuell Juckreiz
  • Schwellung
  • überwärmtes Gelenk
  • Berührungsempfindlichkeit im betroffenen Bereich
  • mitunter grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit)
 

Gicht-Symptome treten im Stadium III nicht auf

Als Stadium III bezeichnen Ärzte den Zeitraum zwischen zwei Anfällen akuter Gicht. Gicht-Symptome treten in dieser Zeit nicht auf. Die erhöhten Harnsäure-Werte sollten jetzt möglichst reguliert werden, damit die Erkrankung nicht weiter fortschreitet. Sonst verkürzen sich die Abstände zwischen den einzelnen Gichtanfällen zusehends, und die Gicht wird chronisch. Dieser Zustand wäre das Stadium IV.

Die Symptome der chronischen Gicht können sich in diesem Stadium über den ganzen Körper ausbreiten. Ihre Ausprägung hängt davon ab, wo genau sich die aus Harnsäure gebildeten Kristalle anlagern. Neben den Gelenken werden auch Haut und Nieren in Mitleidenschaft gezogen.

Schwellungen an den Gelenken sind typische Gicht-Symptome
Schwellungen an den Gelenken sind typische Gicht-Symptome© Imago
 

Gicht-Symptome: Diese deuten auf chronische Gicht hin

  • deformierte Gelenke, die zusätzlich anschwellen
  • Schmerzen an mehreren Gelenken
  • die betroffenen Gelenke lassen sich nur noch eingeschränkt bewegen
  • Kristallansammlungen werden unter der Haut als Knötchen mit weißen Flecken sichtbar
  • Nierengrieß und Nierensteine
  • Nierenversagen, ausgelöst durch Nierensteine

Die Gicht-Symptome treten umso stärker auf, je später die Erkrankung behandelt wird. Mit einer frühzeitigen Therapie lassen sich schwere Komplikationen meistens vermeiden.

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