Gicht: Heilmittel aus den Alpen

Heubäder lindern Gicht-Schmerzen
Heubäder lindern Gicht-Schmerzen. Dazu einen Aufguss (Mischung rezeptfrei in der Apotheke) ins Badewasser geben – etwa 20 Minuten darin baden © iStock

Schmerzen bei Gicht, Bauchweh, Husten: In den Alpen wächst die beste Medizin. Dabei scheinen in der heutigen Zeit solche alten Heilmittel aus „Omas Hausapotheke“ eigentlich nicht mehr notwendig zu sein. Doch oft wirken sie sogar noch besser als Medikamente – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Ein Ort, wo dieses alte Medizin-Wissen bis heute überlebt hat, sind die Alpen. Denn alles  was benötigt wird, wächst am Wegesrand oder stammt von Tieren – und ist längst über Apotheken und  Reformhäuser gut erhältlich.

 

1. Heubad lindert Gicht-Schmerzen

Die ätherischen Öle des Heus hemmen Entzündungen. So lindern sie Gicht-, Rheuma-  und auch Ischias-Schmerzen. Dazu 500 Gramm Heublumen aus der Apotheke mit drei Litern Wasser aufkochen, 30 Minuten ziehen lassen, abseihen und anschließend ins Badewasser geben.

 

2. Kräuterstempel zur Entkrampfung der Muskeln

Für eine Kräuterstempel-Massage wickelt man getrocknete Melissen, Johanniskraut und Pfefferminzblätter (erhältlich rezeptfrei in der Apotheke) in ein Tuch. Dieses tränkt man mit warmem Wasser und massiert mit dem Stempel die verkrampften Muskeln.

 

3. Waldmeister bei Kopfschmerzen

Wenn der Kopf brummt, hilft das wohlriechende Kraut meist genauso gut wie Tabletten. Waldmeister wirkt gefäßerweiternd und krampflösend. Am effektivsten sind die getrockneten Blätter: Einfach ein paar davon zerreiben und den Duft einatmen.

 

4. Rosenwurz gibt neue Kraft

Das natürliche Stärkungsmittel aus dem Hochgebirge: Rosenwurz wächst in Lagen bis zu 4.500 Meter – und ist auch als Medikament ein echtes Kraftpaket. Extrakte daraus (Kapseln rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) helfen bei seelischen und körperlichen Erschöpfungszuständen und stärken unsere Nerven.

 

5. Löwenzahn bei Magen- und Darmbeschwerden

Die Bitterstoffe der Pusteblume lindern akute Magen- und Darmbeschwerden. Für einen heilsamen Tee: Einen Esslöffel Wurzeln aus der Apotheke mit 150 Millilitern Wasser überbrühen. Zehn Minuten ziehen lassen, zwei Tassen davon trinken.

 

6. Gänseblümchen befreien die Bronchen

Wenn die Bergbewohnerin ein Husten plagt, geht sie Gänseblümchen pflücken: Für einen Tee einfach zwei Teelöffel Blüten mit 250 Milliliter Wasser zehn Minuten kochen und anschließend abseihen. Dieser löst festsitzenden Schleim und befreit die Bronchien.

 

7. Ziegenmilch hilft bei Neurodermitis

Balsam für die Haut: Als Getränk oder Badezusatz hilft Ziegenmilch sogar gegen Neurodermitis. Dafür täglich zwei Tassen trinken oder auf ein Vollbad einen Liter Milch und zwei Esslöffel Olivenöl geben.

 

8. Zirbenöl befreit Nebenhöhlen bei Grippe

Schlägt die Grippe zu, hilft Zirbenöl: Das ätherische Öl des knorrigen Gebirgsbaums bekämpft diverse Erreger-Typen und befreit die Nebenhöhlen. Zum Inhalieren drei Tropfen Öl (erhältlich im Reformhaus) in heißes Wasser geben. Am besten zweimal täglich zehn Minuten inhalieren.

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