Gicht-Behandlung: Was muss beachtet werden?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei der Gicht-Behandlung wird zwischen der Therapie eines akuten Anfalls und einer langfristigen Behandlung unterschieden. Für den Betroffenen ist es wichtig, zunächst Symptome wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu lindern. Wie sonst noch behandelt wird, erfahren Sie hier.

Bei einem akuten Anfall wählt der Arzt zwischen den folgenden Möglichkeiten der Gicht-Behandlung aus:

  • Schmerzmittel (z. B. Indometacin, Diclofenac)
  • entzündungshemmende Medikamente, z. B. kortisonähnliche Präparate oder sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)
  • eventuell eine Kortisonspritze direkt in das betroffene Gelenk
  • kühlende Umschläge
Zur Behandlung eines akuten Gichtanfalls kann der Arzt eine Kortison-Spritze direkt in das betroffene Gelenk geben
Zur Behandlung eines akuten Gichtanfalls kann der Arzt eine Kortison-Spritze direkt in das betroffene Gelenk geben© Alamy
 

Gicht-Behandlung: Urat-Kristalle lösen

Eine Gicht-Behandlung, die den Harnsäure-Spiegel dauerhaft senken soll, darf bei einem akuten Gichtanfall nicht begonnen werden, sondern frühestens zwei Wochen später. Grund: In einigen Fällen werden bei solch einer Behandlung Urat-Kristalle gelöst. Das kann den Gicht-Anfall verschlimmern.

Die langfristige Gicht-Behandlung hat drei Schwerpunkte:

  • Umstellung der Ernährung auf purinarme Kost (z. B. wenig Fleisch, Fisch, Innereien)
  • Medikamente (Urikosurika), um das Ausscheiden von Harnsäure zu erhöhen
  • Medikamente (Urikostatika), um die Umwandlung von Purinen in Harnsäure einzuschränken. Die Vorstufe der Harnsäure kann leichter ausgeschieden werden.
 

Weitere Therapien können bestehende Folgen einer chronischen Gicht abmildern:

  • Schmerztherapie (z. B. Wärmebehandlung, Elektrotherapie)
  • Maßnahmen für eine bessere Durchblutung (Massage, Wärme- und Kältebehandlung)
  • Muskelkräftigung (z. B. Krankengymnastik, Reizstromtherapie)
  • Ergotherapie und Krankengymnastik gegen Bewegungseinschränkungen
  • Operationen, um deformierte Gelenke zu korrigieren
  • Versteifen von Gelenken oder der Einsatz künstlicher Gelenke bei Bewegungsschmerzen

Falls der erhöhte Harnsäure-Wert auf eine andere Grunderkrankung zurückgeht, etwa Diabetes mellitus, muss diese parallel behandelt werden.

Vorbeugung
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