Gibt es für eine Tierhaarallergie eine wirksame Therapie?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Tierhaarallergie besteht die Therapie in erster Linie darin, den Kontakt zu den auslösenden Tieren so weit wie möglich zu vermeiden. Gleichzeitig lassen sich die Symptome mit Medikamenten bis zu einem gewissen Grad unterdrücken. Bei einer Tierhaarallergie ändern diese Formen der Therapie allerdings nichts an den eigentlichen Ursachen im Immunsystem – dies ist nur mit einer sogenannten spezifischen Immuntherapie bzw. Hyposensibilisierung möglich.

 

Tipps bei einer Tierhaarallergie

Auch Kleintiere verursachen Tierhaarallergie
Auch bei Kleintieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen macht sich häufig eine Tierhaarallergie bemerkbar© Fotolia
  • Wenn Sie oder ein Familienmitglied auf das eigene Haustier allergisch reagieren, ist die sinnvollste Maßnahme, das Tier in gute Hände abzugeben. Auch wenn es schwer fällt: Setzt ein Allergiker sich weiterhin ständig den Allergenen aus, werden die Symptome meist schlimmer und schlagen mit der Zeit in ein allergisches Asthma um.
  • Wenn Freunde oder Verwandte ein Haustier halten, auf das Sie allergisch reagieren, verzichten Sie am besten auf Besuche bei ihnen. Treffen Sie sich lieber außerhalb zu gemeinsamen Unternehmungen oder laden Sie die Bekannten zu sich nach Hause ein – ohne das Tier.
  • Nicht nur Katzen, Hamster und Meerschweinchen tragen mögliche Allergene in ihrem Fell. Für Menschen mit einer Tierhaarallergie können auch Rosshaarmatratzen, Pelze, Tierfellteppiche und Daunenbettwäsche zum Problem werden. Wenn Sie merken, dass Sie auf ein Kleidungs- oder Einrichtungsstück allergisch reagieren, trennen Sie sich besser davon.
  • Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass ein Allergiker (vorübergehend) mit Tieren unter einem Dach lebt, sind bei einer Tierhaarallergie einige Tipps und Hygieneregeln zu befolgen: So sollten Sie im Haushalt täglich staubsaugen, alle Oberflächen und Fußböden feucht wischen und das Tier im Idealfall täglich im Freien ausbürsten. Auch regelmäßiges Händewaschen ist Pflicht – und das Tier darf auf keinen Fall mit auf das Sofa oder ins Bett.

Wenn sich der Kontakt zu den allergieauslösenden Tieren nicht vollkommen vermeiden lässt, kann es sinnvoll sein, zusätzlich auf bestimmte Medikamente zurückzugreifen. Bei einer Tierhaarallergie eignen sich zur Therapie beispielsweise Antihistaminika und Glukokortikoide, etwa in Form von Tabletten, Augentropfen und Nasenspray. Ob und welche Medikamente bei Ihrer Allergieform sinnvoll sind, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Bei einer Tierhaarallergie ist als einzige ursächliche Therapie eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) möglich. Bei dieser bekommt der Betroffene über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren immer wieder Spritzen mit dem jeweiligen Allergen, sodass der Körper sich mit der Zeit daran „gewöhnt“ und die Abwehrreaktionen schwächer werden. Eine Hyposensibilisierung ist allerdings nicht für jeden Allergiker geeignet und führt auch nicht immer zum Erfolg. Ob eine Hyposensibilisierung bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Allergologen.

Vorbeugung
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