Gewichtszunahme ab 50

Im Alter verändert sich der Stoffwechsel
Stoffwechselveränderungen, Wechseljahre – Gewichtszunahme ab 50 ist ganz normal. Doch wenn daraus hartnäckiges Bauchfett wird, entstehen Gesundheitsrisiken © Fotolia

Je älter wir werden, desto hartnäckiger setzen sich lästige Pölsterchen fest. Dass diese Feststellung zeitlich oft in die Jahre nach der Lebensmitte fällt, ist kein Zufall: Denn während der Stoffwechsel in der Jugend auf Hochtouren läuft, stellt er mit zunehmendem Alter immer mehr auf Sparflamme um.

Daneben kann bei Frauen auch die Hormon-Umstellung nach den Wechseljahren eine Gewichtszunahme begünstigen. Erst ist es nur der Rock, der in der Taille ziept. Ein paar Monate später stellt man fest, dass auch das schicke Abendkleid viel zu eng an einem klebt. Und irgendwann ist es nicht mehr zu leugnen: Aus ein paar Extra-Pölsterchen ist ernst zu nehmendes Übergewicht geworden.

 

Warum Übergewicht gefährlich ist

Ab 50 etwas zuzulegen, ist also normal und auch nicht bedenklich – solange es beim "etwas" bleibt. Mehren sich die Kilos aber immer weiter, kann das zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen: So gibt es z. B. klare Zusammenhänge zwischen Übergewicht und dem Auftreten von Diabetes. Auch erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck sind eher die Regel als die Ausnahme – mit ernsthaften Folgen: Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt erheblich. Daneben werden auch unsere Gelenke durch jedes Kilo zu viel belastet – was zu vorzeitigem Verschleiß führen kann. Es gibt also viele gute Gründe, um abzunehmen. Die Frage ist nur: wie?

 

Fünf Kilo in fünf Tagen?

So verlockend Versprechen wie "Traumgewicht per Blitz-Diät" oder "Schnell abnehmen mit Zitronensaft" auch sein mögen – ältere Menschen sollten sich von solchen Radikal-Diäten besser fern halten. Denn das drastische Drosseln der Nahrungszufuhr wie auch eine zu schnelle Gewichtsabnahme würden Kreislauf und Stoffwechsel viel zu stark belasten.

 

Warum Protein schlank macht

Wesentlich gesünder und zudem effektiver ist, sich auf eine eiweißreiche Ernährung umzustellen. Diese bietet gleich mehrere Vorteile: Da Protein lange im Magen bleibt, sättigt es für viele Stunden. Außerdem braucht der Körper für seine Verdauung mehr Energie als z. B. für Kohlenhydrate: Bei der Verarbeitung von Eiweiß verbrennen wir bereits bis zu 20 Prozent der aufgenommenen Kalorien. Ein weiteres Plus: Der Gefahr, durch das Abnehmen Muskeln abzubauen, wird vorgebeugt.

Bewegung stoppt Gewichtszunahme
Aktiv werden – Wassergymnastik ist ideal, um den Stoffwechsel anzuregen und schont die Gelenke© Fotolia
 

Wie esse ich eiweißreich?

Gute Quellen sind Milchprodukte, Hülsenfrüchte, mageres Geflügel und Fisch. Zwar enthält auch rotes Fleisch viel hochwertiges Protein. Doch es begünstigt Ablagerungen in den Gefäßen und Gicht. Wesentlich sinnvoller ist, stattdessen zu eiweißreichen Abnehm-Drinks zu greifen. Aber Achtung: Hier gibt es große Qualitäts-Unterschiede – Schlankdrink ist nicht gleich Schlankdrink. Besonders effektiv ist eine Kombination aus enzymreichem Honig, probiotischem Joghurt und hochwertigem Soja. Diese besondere Mixtur liefert nicht nur reichlich Eiweiß. Sie kurbelt auch nachweislich die Fettverbrennung an. Und damit nicht genug – eine Studie belegt: Das Pulver mindert auch den Insulinbedarf und senkt die Blutzuckerwerte und damit das Diabetes-Risiko.

 

Ohne Verbote klappt's am besten

Um abzunehmen und dabei gesund zu bleiben, sollten ältere Menschen für 2-3 Wochen zwei Mahlzeiten pro Tag, danach nur noch eine durch einen Eiweißdrink ersetzen. Ansonsten gilt: Essen Sie möglichst gesund, also viel Obst und Gemüse, wenig Zucker und tierisches Fett. "Verbieten" sollten Sie sich aber kein Lebensmittel! Denn genau daran scheitern so viele Diäten: Verbotenes ist viel zu verführerisch. Erlauben Sie sich täglich eine kleine "Kalorien-Sünde" – denn durchhalten kann nur, wer zufrieden is(s)t.

 

Konkrete Tipps für Ihr Abnehm-Programm:

  • Ersetzen Sie für 2-3 Wochen zwei Mahlzeiten pro Tag durch einen Eiweißdrink – danach nur noch eine (am besten das Abendessen).
  • Essen Sie auch sonst proteinbetont – z. B. viel Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Fisch.
  • Greifen Sie möglichst oft zu gesunden "Magenfüllern" wie Obst und Gemüse (davon so viel, wie Sie möchten).
  • Gönnen Sie sich täglich ein kleines "Extra" (z. B. eine Praline oder zwei Stück Schokolade).
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