Gesundheitswarnung auf Softdrink-Werbung eingeführt

Cola und Zucker
In einer Flasche Cola (500 ml) stecken rund 20 Würfel Zucker © Fotolia

Auf Werbebannern für Softdrinks muss in Zukunft stehen: „WARNUNG: Das Trinken von Getränken mit hinzugefügtem Zucker führt zu Übergewicht, Diabetes und Karies.“

Am Dienstag hat San Francisco als erste Stadt in den USA eingeführt, dass auf Softdrink-Werbung eine Warnung vor dem Konsum der Getränke stehen muss. Einer der Initiatoren der Kampagne, der Arzt John Maa, hofft jetzt, dass andere Städte und Gemeinden dem Beispiel folgen.

 

Warnung vor Cola life

Die sogenannte "Sugar-Sweetened Beverage Warning Ordinance" bezieht sich dabei auf Getränke, die mehr als 25 Kilokalorien pro 350 Milliliter aufgrund von Zucker oder anderen Süßstoffen enthalten. Das heißt, Werbung für ein kalorienreduziertes Getränk wie Coca-Cola Zero braucht keine Warnung – für Coca-Cola life (330 ml enthalten 89 Kilokalorien) hingegen schon. Auch Energiedrinks und Eistee fallen unter die neue Regelung. Milch und natürliche Säfte sind jedoch von der Vorgabe befreit.

 

Softdrinks sind gefährlich

„Das sind keine harmlosen, leckeren Produkte“, sagt Scott Wiener, der den Antrag für das Gesetz eingereicht hat. „Das sind Produkte, die Menschen krankmachen und darauf müssen wir reagieren.“

 

So schädlich wie Tabak?

Viele Gesundheitsexperten bewerten Zucker ähnlich gefährlich wie Tabak und warnen vor den Folgen wie Übergewicht, Diabetes und Herzproblemen. Dabei stört sie besonders Zucker, der in Fertiggerichten oder Getränken versteckt ist. In San Francisco sind laut einer Studie aus dem Jahr 2012 32 Prozent aller Kinder und Jugendlichen übergewichtig.

 

Auch Deutschland ist betroffen

Auch in Deutschland wächst das Problem: In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Kinder mit Übergewicht verdoppelt – von etwa sieben auf 15 Prozent. Das zeigen Daten der "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS).

Hamburg, 10. Juni 2015

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