Podcast: Wer schön sein will muss cremen? Die Wahrheit über Beauty-Produkte

Franziska König

Schönheit kommt von innen! Gesunde und strahlende Haut erhalten wir nicht durch intensives Reinigen und Cremen. Im Gegenteil: Eine übertriebene Pflege stört die natürlichen Abläufe des Hautstoffwechsels. Entscheidend ist die richtige Lebensweise mit einer gesunden Ernährung.

frau wäscht sich Gesicht mit Wasser
Eine aggressive Hautpflege unterbricht die natürlichen Abläufe des Hautstoffwechsels Foto:  iStock/PeopleImages
Inhalt
  1. Wie viel Hautpflege ist sinnvoll?
  2. Gesundheitspodcast VitaTALK: Was Beauty-Produkte wirklich mit unserer Haut machen
  3. Wie wirkt ein reines Kosmetikum?
  4. Viel hilft nicht viel - das richtige Maß bei der Hautpflege 
  5. Naturkosmetik kann die gesunde Haut unterstützen
 

Wie viel Hautpflege ist sinnvoll?

Es gilt: Je weniger, desto besser. Bei einer übertriebenen Reinigung entnimmt man der Hautoberfläche zu viel Substanz und greift damit den natürlichen Säureschutzmantel an. Ein übertriebenes Cremen führt dazu, dass die Haut zu stark gefettet wird. Stärker, als unser System es von Natur aus vorgesehen hat. Körpereigene Talkdrüsen verhalten sich inaktiver, folglich kommt es zu trockener Haut. Alleine ist diese dann nicht mehr in der Lage, sich gut zu versorgen.

 

Gesundheitspodcast VitaTALK: Was Beauty-Produkte wirklich mit unserer Haut machen

 

 

Wie wirkt ein reines Kosmetikum?

Ein reines Kosmetikum darf nur oberflächlich und nicht „tief“ wirken. Das heißt: Da, wo Lipide und Fette angereichert sind, also in den unteren Hautschichten, wirkt eine kosmetische Creme gar nicht. Würde es sich in den tieferen Hautschichten anreichern und in der Hautoberfläche eine Wirkung erzeugen, wäre es ein medizinisches Produkt. Selbst wenn sich ein Kosmetikum in den untersten Hautschichten anreichern könnte, hieße dies nicht automatisch, dass sich die für uns sichtbare oberste Hautschicht verändert. In konventionellen Cremes befinden sich filmbildende Kunststoffe (Silikone), die sich auf der Haut festsetzen und ein geschmeidiges Gefühl erzeugen. Dieser Film beeinträchtigt die Haut beim Schwitzen, Ausscheiden und bei der Sauerstoffaufnahme. Folglich ist sie in ihrer Funktion, sich selbst zu erneuern, gestört.

Eine Frau pudert ihr Gesicht
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Viel hilft nicht viel - das richtige Maß bei der Hautpflege 

In einem Quadratmeter Haut befinden sich ein Meter feinste Blutgefäße, die Kapillaren, und Nervenbahnen mit einer Länge von vier Metern. Daraus folgt: Das Aussehen unserer Hautoberfläche ist abhängig von unserem Blutbild, unserer Durchblutung und unserem Nervenkostüm. Störungen unseres Hautbilds sind demnach Anzeichen eines defekten Blutbilds. Dafür verantwortlich ist eine ungesunde Lebensweise durch falsche Ernährung und durchblutungsschädigende Stoffe wie Nikotin, Alkohol und Koffein. Auch Überreizung, Stress und Schlaflosigkeit wirken sich auf das Nervenkostüm aus. Keine dieser Ursachen lässt sich mittels einer Creme ausgleichen, nehme man, so viel man wolle. Stattdessen sollte auf gesunde Lebensmittel gesetzt werden.

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Naturkosmetik kann die gesunde Haut unterstützen

Es gibt Lebensphasen, die von Stress, Schlaflosigkeit und unausgewogener Ernährung geprägt sind. In diesen Situationen kann eine Hautcreme unterstützend wirken. Wichtig: Man sollte auf Naturkosmetik zurückgreifen, denn diese enthält, laut der Expertin, keine filmbildenden Kunststoffe. Ebenfalls ist ein hoher Feuchtigkeits- und ein geringer Fettanteil zu beachten. Es werden feuchtigkeitsspendende Hydrolate (=Gesichtswasser) mit Duftnoten (z.B. Orange, Rose) empfohlen. Der Fettanteil sollte während der Pflege so gering wie möglich gehalten werden. Dabei kann man auf Olivenöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl und Arganöl zurückgreifen. Sie machen die Haut geschmeidig und lassen sich natürlich von unserem Körper verstoffwechseln. Um den Hautalterungsprozess zu verschieben, sollte man abends nur mit Feuchtigkeit arbeiten und komplett auf Fette verzichten: nachts in der Ruhephase findet sich die Haut in der Reinigungs- und Ausscheidungsphase, wobei sich die Hautporen öffnen. Je mehr Produkte dem Körper anhaften, die verstoffwechselt werden müssen, desto schwerer und älter erscheint die Haut optisch.

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Unsere Expertin

Susanne Kehrbusch ist Expertin für Haut-und Haargesundheit sowie ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin. Ebenfalls stellt sie patentierte Naturkosmetikprodukte her und bietet Weiterbildungsseminare Rund um Haut- und Haargesundheit an.

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