Gesundes Essen für die Zähne

Eine Handvoll Rosinen täglich reicht aus um Zahnbelag zu vermeiden
Eine Handvoll Rosinen täglich reicht aus um Zahnbelag zu vermeiden – die enthaltenen Pflanzenstoffe bekämpfen effektiv Kariesbakterien im Mund © Fotolia

Es gilt: Entscheidend ist, was man isst um Karies zu vermeiden. Praxisvita.de zeigt Ihnen wie Sie mit der richtigen Ernährung Zahnkrankheiten vermeiden können.

Könnte man Karies-Bakterien fragen, was sie am liebsten mögen, würden sie antworten: Schokolade, Bonbons, Kekse, Cola – eben alles, was schön viel Zucker hat und schön klebrig ist. Das gibt ihnen nämlich Nahrung für ihr zerstörerisches Werk. Was sie hassen: alles, was den Speichelfluss anregt. Und deshalb kann man sich – zwischen dem Zähneputzen morgens und abends – auch mit der richtigen Ernährung vor Karies und Parodontose schützen. Hier sind ihre Lieblings-Feinde:

 

Staudensellerie:

Knabbern Sie am besten täglich ein Stück Staudensellerie: Das fördert die Speichelbildung und spült so Karies-Bakterien weg. Gleichzeitig enthält Sellerie Stoffe, die Säuren neutralisieren und den empfindlichen Zahnschmelz mit Mineralien festigen.

 

Petersilie:

Der Klassiker unter den Küchenkräutern strotzt nur so vor gesundem Chlorophyll, das das Zahnfleisch stärkt. Zusätzlich desinfizieren reichlich ätherische Öle die Zunge (wo die meisten Karies-Bakterien sitzen) und sorgen somit für frischen Atem.

 

Rosinen:

Süße Zahnpflege – Rosinen liefern drei gut untersuchte Pflanzenstoffe, die Karies- und Parodontose-Bakterien bekämpfen. Folge: Die Erreger können sich nicht festsetzen. Eine Handvoll Rosinen täglich hilft, Zahnbelag zu verhindern.

 

Käse:

Am Ende einer Mahlzeit ein Stück reiferen Käse – das stärkt den Zahnschmelz, so eine neue Studie. Kalzium und das Spurenelement Phosphat aus dem Käse scheinen sich direkt in den Schmelz einzulagern und damit eine Sofortwirkung zu haben. Kalzium und Phosphat neutralisieren zudem Säuren aus anderen Speisen.

 

Joghurt:

Die ungesüßte Natur-Variante ist richtig aktiv. Seine Milchsäurebakterien, so eine japanische Studie, töten Fäulnisbakterien ab: Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und Zahnbelag gehen deutlich zurück. Dazu reichen täglich 90 Gramm.

 

Grüner Tee:

Er enthält Gerbstoffe, die Karies-Bakterien daran hindern, sich am Zahnschmelz festzusetzen. Und der Tee härtet mit viel Fluorid den Zahnschmelz. Schon täglich zwei Tassen schützen die Zähne.

 

Schluss mit den Weißmacher-Mythen!

Ein kritischer Blick auf angeblich bewährte Hausmittel zeigt: Vieles ist gar nicht so gut für die Zahngesundheit – und der Weißmacher-Effekt hält sich auch in engen Grenzen.

 

Erdbeeren:

Wenn man die süßen Früchte reichlich nascht, sollen sie die Zähne aufhellen. Stimmt aber leider nicht. Für weiße Zähne sollte man lieber eine geprüfte Zahncreme nehmen, die den Schmelz nicht schädigt. Erdbeeren enthalten viel Fruchtsäure. Und die greift den Schmelz an. Außerdem können die winzigen dunklen Samen der Erdbeeren empfindliches Zahnfleisch verletzen.

 

Salz:

Auch ein schlechtes Hausmittel: Zähneputzen mit Salz soll angeblich aufhellen, aber das schmirgelt wertvollen Zahnschmelz ab. Besser: Mundspülungen mit einer Prise Salz pro Wasserglas können bei entzündetem Zahnfleisch helfen, denn Salz desinfiziert.

 

Backpulver:

Auch Putzen mit Backpulver greift den Schmelz an. Wenn diese obere Schutzschicht zu dünn ist, wird das sogenannte Zahnbein darunter sichtbar – und das ist eher gelb.

 

Zitronensaft:

Wer seine Zähne damit weißer putzen will, entzieht dem Schmelz Kalzium – das weicht ihn auf. Auf Dauer drohen ernste Schäden.

 

Weisswein:

Mit seinem hohen Säure-Anteil soll Weißwein Zahnbelag lösen und so die Zähne aufhellen. Deutsche Forscher raten davon ab: Die Säure aus Weißwein löst Kalzium aktiv aus dem Schmelz heraus.

 

Bitte Warten:

„Nach dem Essen sollst du die Zähne putzen" – das ist gut. Aber frühestens nach 30 Minuten: Dann hat der Speichel die Säure aus Lebensmitteln und Getränken neutralisiert – der Zahnschmelz ist nicht mehr angeweicht, man schrubbt nichts mehr davon weg.

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