Gesund durch den Herbst

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Gesund durch den Herbst
  2. 2. Die besten Heilpflanzen für den Herbst
  3. 3. SOS-Tipps für den Herbst
  4. 4. So hat der Herbstblues keine Chance

Der Herbst ist da – und mit ihm die Erkältungszeit. Mit diesen Tricks stärken Sie Ihr Immunsystem jetzt wirkungsvoll.

Bunte Blätter, Waldspaziergänge und erste Abende am Kamin – der Herbst hat seinen ganz eigenen Zauber. Doch für unseren Organismus ist die kalte Jahreszeit auch eine Herausforderung, denn Erkältungsviren haben jetzt Hochsaison. Ist unsere Immunabwehr geschwächt, drohen lästige Infekte. Doch wir können einiges dafür tun, dass unsere Immunzellen ihre wichtige Aufgabe erfüllen können. Und auch einen akuten Infekt bewältigen wir besser, wenn wir die Selbstheilungskräfte unseres Körpers aktiv unterstützen.

 

Raus in die Natur

Nichts ist so gesund wie ein Spaziergang in der Mittagssonne. Denn Bewegung und UV-Licht bewirken, dass unser Körper Glückshormone ausschüttet und neue Immunzellen produziert. Experten empfehlen einen mindestens halbstündigen Spaziergang zwischen 12 und 14 Uhr, wenn die Sonne besonders intensiv scheint.

Hagebuttentee
Hagebuttentee stärkt die Abwehr – 1-2 TL getrocknete Beeren mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten köcheln lassen© iStock
 

Starke Beeren für die Abwehr

Die wichtigsten Vitalstoffe für unser Immunsystem sind die Vitamine C, A, B und E. Reichlich enthalten sind sie in der Hagebutte, die zudem die Abwehrstärker Natrium, Eisen und Magnesium liefert. Für einen Tee 1-2 TL getrocknete Beeren (Reformhaus) in 250 ml siedendes Wasser geben, 10 Minuten köcheln lassen und abseihen. Ein weiterer Vitamin-Star ist Sanddorn. Der Saft der Beeren (Reformhaus) liefert reichlich Vitamin C, Carotinoide und Zink – ein wichtiges Spurenelement für unsere Abwehr. Vorbeugend und zur Bekämpfung einer akuten Erkältung hilft eine Kur mit hochdosierten Zink-Kapseln.

 

Schlaf ist die beste Medizin

Während wir schlafen, bildet unser Organismus neue Immunzellen, sogenannte T-Helfer-Zellen. Wissenschaftler der Universität Pittsburgh konnten diesen Zusammenhang kürzlich nachweisen. Sie fanden auch heraus, dass Menschen, die gewohnheitsmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen, drei Mal häufiger krank werden als Vielschläfer. Und auch unserer Seele tut anhaltender Schlafmangel nicht gut, das Risiko für Depressionen erhöht sich. Für erholsamen Schlaf sorgen wir vor allem, indem wir uns tagsüber ausreichend bewegen und den Körper abends zur Ruhe kommen lassen – etwa durch autogenes Training (Kurse: Volkshochschule) oder indem wir einen schlaffördernden Tee (Apotheke) trinken.

 

Haut vor Nässe und Kälte schützen

Mit zunehmendem Alter kann sich unsere Haut schlechter vor äußeren Einflüssen schützen – sie wird trockener, dünner und sie produziert weniger Fette. Kommt im Herbst und im Winter der Wechsel zwischen nasser Kälte im Freien und der Heizungsluft in den Wohnräumen hinzu, wird die Haut zusätzlich strapaziert. Deshalb sollten wir jetzt gut für sie sorgen. Ideal für ältere Haut sind reichhaltige, rückfettende Cremes, die Urea (Harnstoff) enthalten. Hautärzte empfehlen auch, die Gesichtshaut ganz einfach mit ein paar Tropfen Olivenöl einzureiben.

Knoblauch
Knoblauch schützt vor Erkältungen – am besten täglich eine Zehe verzehren© iStock
 

Alleskönner Knoblauch

Nicht jeder mag ihn, doch er gilt als hervorragender Erkältungsschutz. Der Grund: Knoblauch enthält die Schwefelverbindung Allicin, die wie ein natürliches Antibiotikum wirkt. Studien haben gezeigt, dass die Substanz auch akute Infekte milder verlaufen lässt und sogar einige resistente Keime außer Kraft setzen kann. Da Allicin hitzeempfindlich ist, sollte Knoblauch nur kurz gedünstet werden. Ideal ist eine Zehe täglich. Wer das Aroma nicht mag, kann alternativ zu Knoblauchpräparaten (Reformhaus) greifen.

 

Grippe-Impfung

Anders als eine normale Erkältung gilt die Influenza-Grippe als ernstzunehmende Krankheit, die vor allem bei Älteren einen schweren Verlauf nehmen kann. Deshalb rät das Robert-Koch-Institut Menschen über 60 Jahren, sich frühzeitig gegen die Grippeviren impfen zu lassen. Zwar treten Infektionen vor allem in den Hauptmonaten Januar und Februar auf, doch die Impfung erfolgt idealerweise bereits im Oktober oder November. In der Regel werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Wichtig: Wer zum Zeitpunkt der geplanten Impfung eine Erkältung, Fieber oder einen anderen akuten Infekt hat, sollte den Termin verschieben. Und auch wer gegen Bestandteile des Impfstoffs allergisch ist – etwa gegen Hühnereiweiß – bespricht lieber mit dem behandelnden Arzt, ob eine Impfung trotzdem infrage kommt.

Die besten Heilpflanzen für den Herbst
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