Gesichtscremes bei Stiftung Warentest: Diese zwei sind mangelhaft!

Katharina Flick

Stiftung Warentest hat jetzt 14 Gesichtscremes untersucht, acht Produkte bekamen die Note "gut", vier schnitten "befriedigend" ab und zwei erhielten die Note "mangelhaft. Getestet wurden dabei sowohl Produkte mit dem Siegel "Naturkosmetik" als auch konventionelle Cremes.

Inhalt
  1. Welche Gesichtscremes wurden von Stiftung Warentest untersucht?
  2. Konventionelle Gesichtscremes
  3. Das sind die Testsieger
  4. Diese Gesichtscremes schnitten mangelhaft ab
  5. Wofür stehen Naturkosmetik-Siegel?

In einem aktuellen Test hat Stiftung Warentest 14 Gesichtscremes auf ihre Inhaltsstoffe getestet. Darunter neun zertifizierte Naturkosmetikprodukte und fünf konventionelle Cremes mit natürlicher Anmutung.

 

Welche Gesichtscremes wurden von Stiftung Warentest untersucht?

In dem Test wurden die Gesichtscremes sowohl auf ihre Inhaltsstoffe als auch auf Haltbarkeit, Anwendung und Pflege sowie auf kritische Stoffe untersucht.

Naturkosmetik

Im Bereich der Naturkosmetik zeigte sich dabei, dass die zertifizierten Gesichtscremes überwiegend Stoffe natürlichen Ursprungs enthalten. Bei Pflege und Anwendung konnten sie größtenteils mit den konventionellen Pflegeprodukten mithalten. Alle Produkte waren frei von kritischen Duftstoffen.

Stiftung Warentest hat die folgenden neun zertifizierten Naturkosmetikprodukte untersucht:

  • Weleda Iris Erfrischende Feuchtigkeitspflege
  • Lavera Basis Sensitiv Feuchtigkeitscreme 
  • Sante Erfrischende Feuchtigkeitspflege mit Hydro Effekt 
  • Provida Organics Sensitive Care Jeunesse Day Cream 
  • Living Nature New Zealand Nährende Tagescreme
  • Alviana Feuchtigkeitsfluid Bio-Aloe Vera
  • Douglas Kora Organics Soothing Moisturizer
  • dm Alverde Aqua 24h Hyaluron Hydro Cremegel Meeresalge
  • Rossmann Alterra Hydro Tagescreme Bio-Traube & Bio-Weisser Tee

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Konventionelle Gesichtscremes

Viele der untersuchten Gesichtscremes hatten ebenfalls hohe Naturkosmetikanteile. Bei einigen Produkten wurden aber auch synthetische Emulgatoren, Duftstoffe und/oder lösliche, erdölbasierte Kunststoffe gefunden. Auch hier waren jedoch alle Produkte frei von kritischen Duftstoffen.

Stiftung Warentest hat diese fünf konventionellen Gesichtscremes untersucht:

  • Lush Skin Drink Gesichtscreme 
  • Nivea Natural Balance Feuchtigkeitsspendende Tagespflege
  • Garnier SkinActive Feuchtigkeitsspendende Tagespflege
  • Hildegard Braukmann Professional Plus Balance Creme Fluid
  • The Body Shop Carrot Cream

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Das sind die Testsieger

Stiftung Warentest testete die Produkte in sieben verschiedenen Kategorien. Die Gesichtscremes wurden dabei auf Feuchtigkeitsanreicherung, Anwendung und Hautgefühl, mikrobiologische Qualität, Deklaration und Werbeaussagen sowie Nutzerfreundlichkeit der Verpackung untersucht.

Besonders gut schnitt dabei die konventionelle Gesichtscreme Natural Balance Feuchtigkeitsspendende Tagespflege von der Marke Nivea ab. Sie erreichte die Note 1,9. Die folgenden Plätze belegten Naturkosmetikprodukte aus der Drogerie.

 

Diese Gesichtscremes schnitten mangelhaft ab

Zwei Gesichtscremes fielen bei dem Test der Stiftung Warentest mit der Note "mangelhaft" durch. Sowohl die konventionelle Creme" Skin Drink Gesichtscreme" von Lush als auch "Organics Sensitive Care Jeunesse Day Cream" von der Naturkosmetikmarke Provida waren nicht ausreichend konserviert. Im Labor der Stiftung Warentest wurden alle Cremes mit eingebrachten Keimen konfrontiert, beide Cremes wurden mit diesen jedoch nicht fertig.

Lautete das Testergebnis für die mikrobiologische Qualität "mangelhaft", wurde das Produkt automatisch mit "mangelhaft" als Gesamtnote beurteilt. Zudem konnten beide Hersteller auch ihre Bio-Inhaltsstoffe nur lückenhaft belegen.

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Wofür stehen Naturkosmetik-Siegel?

Um ein Produkt als "Naturkosmetik" verkaufen zu dürfen, müssen Hersteller auf synthetische Konservierungsmittel, auf Farb- oder Duftstoffe sowie auf die Verwendung von Gentechnik verzichten. 

Produkte, die so zertifiziert sind, enthalten ausschließlich Naturstoffe, die chemisch unverändert oder lediglich modifiziert wurden. In der Regel erhalten Produkte ein Siegel nur, wenn 75 Prozent einer Kosmetiklinie diese Kriterien auch wirklich erfüllen.

Im Test der Stiftung Warentest schnitten Gesichtscremes mit einem Naturkosmetiklabel nicht automatisch besser ab. Wer jedoch synthetische Stoffe in Cremes vermeiden möchte, ist mit einem Naturkosmetikprodukt gut beraten.

Quellen:

Den ausführlichen Test können Interessierte für 1,50 Euro hier nachlesen:

Naturkosmetik-Gesichts­cremes: Zertifizierte und konventionelle Cremes im Vergleich, Stiftung Warentest

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