Gesichtscreme selber machen: Die besten Rezepte für jeden Hauttyp

Luise Bergelt

Mit diesen DIY-Rezepten für die unterschiedlichen Hauttypen können Sie Ihre Gesichtscreme ganz einfach selber machen. 

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Inhalt
  1. Warum Gesichtscreme selber machen?
  2. Gesichtscreme selber machen - so funktioniert´s
  3. Anleitung für selbst gemachte Gesichtscreme:
  4. DIY-Gesichtscreme für die unterschiedlichen Hauttypen

Eine Gesichtscreme selber zu machen lohnt sich, denn im Badezimmer ist die Gesichtscreme mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken. Egal ob trockene, fettige oder Mischhaut: eine Gesichtscreme kann mit den richtigen Wirkstoffen und individuell angepassten Zutaten bei vielen Hautleiden Abhilfe verschaffen und das Gesicht durch schonende Pflege wieder zum Strahlen bringen.

 

Warum Gesichtscreme selber machen?

In den Drogeriemärkten gibt es Tages- und Nachtcremes im Überfluss, doch viele können ihre werbenden Versprechen nicht halten und schaden der Haut im schlimmsten Fall noch dazu. Es gibt also gute Gründe, seine Gesichtscreme zuhause selber zu machen:

  • Keine chemischen Inhaltsstoffe und Konservierungsstoffe, die zu Hautreizungen und Rötungen führen können.
  • Durch die Verwendung selbstgewählter und natürlicher Zutaten können Sie allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten vermeiden.
  • Die selbstgemachte Gesichtscreme ist frei von Mikroplastik und bewahrt die Umwelt vor chemischen Abfall und Plastik.
  • Indem Sie ihre Gesichtscreme selber machen, können Sie sicher sein, dass Ihre Creme nicht an Tieren getestet wurde.
  • Sie können Pflege- und Wirkstoffe (z.B. durch ätherische Öle) individuell wählen und so optimal an die Bedürfnisse ihrer Haut anpassen.
  • Die Herstellung geht schnell und einfach und viele Zutaten und Utensilien haben Sie bereits zuhause.

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Gesichtscreme selber machen - so funktioniert´s

Eine Gesichtscreme besteht aus vier festen Bestandteilen, die Sie mit individuellen Zutaten vermischen können:

  • Die Wasserphase wird gebildet von destilliertem Wasser oder Milch.
  • Die Fettphase wird repräsentiert durch Wachse oder fette Öle wie Olivenöl oder Kokosöl.
  • Der sogenannte Emulgator verbindet als Vermittler Wasser und Öl, die sich alleine nicht miteinander vermischen lassen und sich voneinander absetzen. Hier bieten sich zum Beispiel Emulsan, Fluidlecithin Super oder Lanolin anhydrid (Wollfett) an.
  • Als Konsistenzgeber wird Pflanzenbutter wie Shea- oder Kakaobutter verwendet, die der homogenen Masse ihre cremige Eigenschaft verleiht.
  • Die Pflege- und Wirkstoffe werden der Creme durch ätherische Öle hinzugegeben.

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Anleitung für selbst gemachte Gesichtscreme:

  1. Alle Arbeitsgeräte reinigen und desinfizieren. Die Zutaten abwiegen und bereitstellen.
  2. Für die Fettphase: Ein Wasserbad vorbereiten und darin alle Öle, den Konsistenzgeber und den Emulgator zusammen erwärmen, bis alles durch Umrühren zu einer Flüssigkeit wird. Tipp: Je niedriger die Temperatur bleibt, desto weniger wertvolle Wirkstoffe gehen verloren.
  3. Für die Wasserphase: Das destillierte oder abgekochte Wasser in einem Glas in dem Wasserbad erhitzen, sodass es dieselbe Temperatur annimmt wie die Fettphase.
  4. Nun geben Sie die Wasserphase in die Fettphase und rühren das Gemisch dabei kräftig, bis eine geschmeidige, cremige Masse entsteht. Tipp: Sie können auch einen Mixer zur Hand nehmen, der das Rühren erleichtert.
  5. Die homogene Masse während des Abkühlungsprozesses weiter mit der Hand umrühren und die entsprechenden ätherischen Öle dazugeben.
  6. Die fertige Creme in das desinfizierte Gefäß füllen und abkühlen lassen.

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DIY-Gesichtscreme für die unterschiedlichen Hauttypen

Die folgenden Gesichtscreme-Rezepte sind auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Hauttypen abgestimmt.

1. Gesichtscreme selber machen gegen trockene Haut

Positiver Effekt von Borretschöl: Aufgrund des hohen Gamma-Linolensäure-Anteils und seinen hochwertigen Fettsäuren unterstützt das Öl die Regeneration der Haut und erhöht ihren Feuchtigkeitsgehalt. Daher kann es sogar bei Neurodermitis helfen.

2. Selbst gemachte Gesichtscreme gegen unreine und fettige Mischaut

Positiver Effekt von Schwarzkümmelöl: Das Öl wirkt antioxidativ, antibakteriell und desinfizierend und kann so bei entzündeten Pickeln und Mitessern helfen. Es soll sogar die Talgdrüsenproduktion hemmen können, die bei einer Überproduktion verstopfen und Hautunreinheiten auslösen.

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3. Gesichtscreme-Rezept zur Linderung gereizter Haut

  • 15g Kakaobutter
  • 8g Sheabutter
  • 45g Lanolin anhydrid
  • 125ml Wasser
  • 7 bis 8 Tropfen Sanddornöl

Positiver Effekt von Sanddornöl: Die Zusammensetzung der Wirkstoffe des Öles ähnelt der unserer natürlichen Hautoberfläche. Somit ist Sandddornöl prädestiniert für die Linderung von Hautschäden. Seine enthaltenen Fettsäuren stärken die eigene Schutzfunktion der Haut und wirken gleichzeitig beruhigen.

4. Gesichtscreme selber herstellen für reife Haut

  • 15g Bienenwachs
  • 8g Sheabutter
  • 45g Lanolin anhydrid
  • 125ml Wasser
  • 7 bis 8 Tropfen ätherisches Karottensamenöl

Positiver Effekt von Karottensamenöl: Das Öl regt die Regenerierung der Haut an und soll dieser durch seine Nährstoffe neue Spannkraft verleihen. Es kommt zu einer hautglättenden und verjüngenden Wirkung.

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Was ist beim Selbermachen von Gesichtscreme zu beachten?

Um Keime und Bakterien von der selbst gemachten Gesichtscreme fernzuhalten, achten Sie bei der Herstellung besonders auf die Hygiene und desinfizieren sie Utensilien wie Töpfe und Glas oder Tiegel zur Aufbewahrung.

Die Gesichtscreme selbst sollten Sie mit einem Wattestäbchen oder Wattepad auftragen, damit über die Hände keine Bakterien in den Aufbewahrungsbehälter gelangen.

Da die selbstgemachte Creme aus frischen, natürlichen Zutaten besteht und keine Konservierungsstoffe enthält, sollten Sie diese innerhalb einer Woche verbrauchen. Lagern Sie diese im Kühlschrank, so könnte sich die Haltbarkeit auch verlängern. Um diese im Blick zu behalten bietet es sich an, die Tube oder das Döschen  mit dem Datum der Herstellung zu beschriften, nachdem Sie Ihre Gesichtscreme selber gemacht haben.

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