Geschwollene Füße: Ursachen und Behandlung

Redaktion PraxisVITA
Frau sitzt im Bett und hält schmerzenden Fuß
Geschwollene Füße sind unangenehm und können sogar Symptom einer Erkrankung sein © iStock/spukkato

Geschwollene Füße machen Ihnen immer wieder zu schaffen? Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen steigen, leiden viele Menschen unter dicken schmerzenden Füßen. Welche möglichen Ursachen dahinterstecken und was gegen die Schwellung hilft, erklärt PraxisVITA.

 

Geschwollene Füße - das sind die Ursachen

Verantwortlich für geschwollen Füße sind Wassereinlagerungen im Bindegewebe. Dazu kommt es, wenn Flüssigkeit aus Blutgefäßen oder den Lymphsystem austreten.
Wenn der Druck in den Gefäßen zu stark wird, geben sie Wasser in das Gewebe umliegende Gewebe ab. Gleichzeitig verhindert der Druck, dass das Wasser wieder abfließen kann. Im Blut fehlt dieses Wasser nun, weshalb die Nieren Flüssigkeit zurückhalten, um den entstandenen Wassermangel auszugleichen - ein Teufelskreis, denn so kann immer mehr Flüssigkeit durch die Kapillaren sickern. Die Folge sind Ödeme.

Mögliche Ursachen für geschwollene Füße sind:

  • Hitze
  • Herzschwäche
  • Hormonschwankungen
  • Stark salzhaltiges Essen
  • Medikamente
  • Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenunterfunktion  
 

Geschwollene Füße behandeln: Das können Sie tun

Geschwollene Füße und Beine sind unangenehm. Und Sie müssen diesen Zustand nicht einfach aushalten, sondern können selbst aktiv werden und die Beschwerden lindern. Die folgenden Behandlungsmöglichkeiten haben sich als effektiv erwiesen:
 
1.    Wechselduschen

Wenn Sie unter geschwollenen Füßen und Beinen leiden, kann ein wechselwarmes Fußbad wahre Wunder wirken. Durch das abwechselnd kalte und warme Wasser werden die Arterien geweitet, wodurch das Wasser wieder abfließen kann.

Frau legt Füße hoch auf dem Sofa
Einfach, aber effektiv: Gegen geschwollene Füße einfach mal die Beine hochlegen © iStock/Wavebreakmedia

2.    Beine hochlegen
Klingt einfach, hilft aber! Geschwollene Füße und Beine entstehen oft durch zu langes Sitzen oder Stehen. Blut und Wasser können nicht richtig zirkulieren, es kommt zu Wassereinlagerungen. Ist das der Fall, sollten Sie einfach für eine Weile die Beine hochlegen. Das entlastet die Venen und fördert den Abbau der Ödeme.

3.    Sport
Bewegungsmangel ist ein häufiger Auslöser für geschwollene Füße und Beine. Die Lösung liegt daher nah: Sport. Vor allem Joggen, Walken und Fahrradfahren sorgen für eine bessere Durchblutung der Beine. Zudem wird das Herz-Kreislaufsystem gestärkt. Doch auch gezieltes Muskeltraining kann sich positiv auf die Problematik mit geschwollenen Füßen auswirken.

Tipp: Auf den Rücken legen, die Beine in die Luft strecken und die Füße kreisen lassen. So fördern Sie die Durchblutung in den Beinen.


4.    Massage/Lymphdrainage 
Wirkungsvoll gegen geschwollene Beine ist sind Massage und Lymphdrainagen. Dabei wird der Blutfluss aus den Beinen entlang der Lymphen Richtung Herz massiert. Die Wassereinlagerungen werden so abtransportiert, die Füße schwellen ab. Professionelle Lymphdrainage bieten Physiotherapeuten und Masseure an.


5.    Beinwickel
Eine wirksame Alternative zu Wechselduschen bei geschwollenen Füßen sind kalte Beinwickel. Das feuchte kalte Tuch regt Stoffwechsel und Durchblutung an. Zusätze von Obstessig, Franzbranntwein oder Retterspitz können unterstützend helfen. 

6.    Salzarmes Essen
Salz bindet Wasser im Körper. Bei Problemen mit geschwollenen Füßen sollten Sie daher auf übermäßigen Salzkonsum verzichten. Das begünstigt den Wasseraustausch innerhalb des Körpers. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen höchstens fünf Gramm Kochsalz am Tag.

7.    Kompressionsstrümpfe
Ein wirksames Mittel, um geschwollenen Füßen und Beinen vorzubeugen sind Kompressionsstrümpfe. Die engen Maschen üben Druck auf die Beinvenen aus und verhindern so Wassereinlagerungen. 

8.    Pflanzenkraft
Die Natur kann ebenfalls bei geschwollenen Füßen helfen: Lebensmittel mit entwässernder Wirkung beugen Wasseransammlungen vor. Dazu gehören 

  • Artischocke
  • Aubergine
  • Fenchel
  • Gurke
  • Ingwer
  • Knoblauch
  • Petersilie
  • Salat
  • Sellerie
  • Trauben
  • Wassermelone

Sie alle sind natürliche Diuretika (wirken harntreibend). Ingwer enthält außerdem viel Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert und wirkt entzündungshemmend. 

 

Wann zum Arzt?

Geschwollene Füße können eine harmlose Ursache haben, sie sind aber auch mögliches Symptom einer Herzerkrankung oder Nierenproblemen.

In diesen Fällen sollten Sie bei geschwollenen Füßen einen Arzt aufsuchen:

  • Geschwollene Füße, die länger als 24 Stunden andauern
  • Immer wiederkehrende geschwollene Füße
  • Plötzliche Schwellungen an Füßen oder Beinen, die heiß sind und von einem Brennen oder Schmerzen begleitet werden
  • Geschwollene Füße, die mit Fieber, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen einhergehen
 
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