Gemeiner Erdrauch löst Magenkrämpfe

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Gemeine Erdrauch Krämpfe im oberen Verdauungstrakt löst. Die Volksmedizin kennt aber noch weitere Anwendungsbereiche.

Der Gemeine Erdrauch muss zur Blütezeit gesammelt und getrocknet werden, um ihn als Arznei zu verarbeiten
Der Gemeine Erdrauch muss zur Blütezeit gesammelt und getrocknet werden, um ihn als Arznei zu verarbeiten© Fornax - CC BY-SA 3.0
 

Gemeiner Erdrauch: Anwendung und Heilwirkung

Definition Gemeiner Erdrauch

Bezeichnung: Fumaria officinalis      Familie: Mohngewächse                    Gattung: Erdrauch (Fumaria)

Das Kraut des Gemeinen Erdrauchs und daraus gewonnene Zubereitungen werden zur Anregung der Galleproduktion sowie bei Magen-Darm-Beschwerden angewandt. Die Volksheilkunde setzte die Pflanze außerdem zur Behandlung von Verstopfungen und als harntreibendes Mittel ein.

Die Kommission E (BGA/BfArM) sieht eine leichte krampflösende Wirkung im oberen Verdauungstrakt als ausreichend gesichert an. Anwendungsformen sind Tee, Tinkturen sowie homöopathische Präparate.

 

Im Gemeinen Erdrauch enthaltene Wirkstoffe

Alkaloide, Flavonoide, Fumarsäure, Phenocarbonsäuren

 

Botanik

Der Gemeine Erdrauch war bereits im Mittelalter als Heilpflanze bekannt
Der Gemeine Erdrauch war bereits im Mittelalter als Heilpflanze bekannt© Fotolia

Der Gemeine Erdrauch ist ein zwischen 10 und 30 Zentimetern hohes Kraut, das zarte, aber stark verzweigte Stängel besitzt. Es hat feinteilige, blaugrün bereifte Blätter und traubenförmige, purpurrosa bis schwarzrot gefärbte Blüten, die von Mai bis Oktober blühen.

 

Verbreitung

Der Gemeine Erdrauch wächst europaweit auf Äckern und Feldern. Er ist bis nach Sibirien verbreitet. Nach Nord- und Südamerika wurde er vom Menschen eingeschleppt.

 

Andere Namen für den Gemeinen Erdrauch

Erdgalle, Kratzheil

Wissenswertes über den Gemeinen Erdrauch

Erdrauch ist eine langbekannte, im Mittelalter sehr geschätzte Heilpflanze. Ihre Inhaltsstoffe können jedoch bei Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen führen.

Der wissenschaftliche Name der Pflanze kommt von dem lateinischen Wort für Rauch, fumus. Warum er diesen Namen trägt, ist nicht sicher. Man vermutet, dass sich der Name entweder von der stechenden Rauchentwicklung beim Verbrennen oder der rauchähnlich grau-grünen Färbung der Blätter ableitet.

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