Gemeiner Andorn lindert Atemwegsentzündungen

Die Wirkung des Gemeinen Andorns bei Entzündungen der Atemwegsschleimhäute und bei Verdauungsbeschwerden ist erwiesen. Er wird in der Volksmedizin noch bei vielen anderen Leiden eingesetzt.

Aus den Blättern des Gemeinen Andorns wird zur inneren Anwendung Tee gekocht
Aus den Blättern des Gemeinen Andorns wird zur inneren Anwendung Tee gekocht© Fotolia
 

Gemeiner Andorn: Anwendung und Heilwirkung

Definition Gemeiner Andorn

Bezeichnung: Marrubium vulgare      Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)  Gattung: Marrubium

In der Volksheilkunde verwendet man Andorn schon seit langem innerlich bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit, Gallenbeschwerden und als Schleimlöser bei Atemwegsinfekten. Außerdem wurden Andornumschläge früher zur Wundheilung sowie bei Hautausschlägen angewandt.

Die Kommission E befürwortet den Einsatz bei Entzündungen der Atemwegsschleimhäute (Katarrhen) und bei Verdauungsbeschwerden. Andornextrakt ist in einigen pharmazeutischen Fertigprodukten enthalten.

 

Im Gemeinen Andorn enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Marrubiin

 

Botanik

Salbe aus Gemeinem Andorn soll laut Hildegard von Bingen Kopfschmerzen lindern
Salbe aus Gemeinem Andorn soll laut Hildegard von Bingen Kopfschmerzen lindern© Fotolia

Der Gemeine Andorn ist eine ausdauernde, krautige etwa 30-60 cm hohe Pflanze. Stängel und Blätter schimmern silbrig und sind behaart. In den Blattachseln des vierkantigen Stängels stehen während der Blütezeit von Mai bis August weiße Blüten in dichten Scheinquirlen.

 

Verbreitung

Die Heimat des Gemeinen Andorns ist der Mittelmeerraum. Dort ist er schon seit der Jungsteinzeit nachgewiesen. Vom Menschen wurde er inzwischen bis nach Nord- und Südamerika sowie Australien verbreitet. Er bevorzugt lehmhaltigen Boden an trockenen Standorten.

 

Andere Namen für den Gemeinen Andorn

Weißer Dorant, Weißer Andorn, Helfkraut

Wissenswertes über den Gemeinen Andorn

Der botanische Name Marrubium leitet sich vom Hebräischen „mar“ (bitter) und „rob“ (viel) ab.

Der Andorn zählt zu den ältesten bekannten Arzneipflanzen. Schon im alten Rom gehörte er zu den damals bewährten Heilmitteln. In den Rezepten von Hildegard von Bingen findet sich eine Andorn enthaltende Salbe zur Linderung von Kopfschmerzen.

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