Gelenke im Alltag schützen

Redaktion PraxisVITA

Als Verbindungsstellen zwischen den Knochen leisten unsere Gelenke Tag für Tag Schwerstarbeit, damit wir uns in alle Richtungen bewegen können. Grund genug, darauf zu achten, dass sie möglichst entlastet werden, um lange gesund zu bleiben. Das kann man dafür tun.

Generell ist eine aufrechte Haltung wichtig. Wer bei der Arbeit viel sitzen muss, sollte es dynamisch tun: Auf dem Stuhl öfter mal die Position wechseln, sich recken und strecken. Zwischendurch immer mal aufstehen und ein paar Schritte gehen, zum Beispiel beim Telefonieren. Außerdem Vorsicht beim Übereinanderschlagen der Beine. Das ist zwar bequem, für die Knie- und Hüftgelenke jedoch sehr belastend. Ratsam sind kleine Gymnastikeinheiten im Alltag: Auf die Zehenspitzen stellen oder die Füße kreisen lassen, die Schultern hochziehen und wieder fallenlassen. Bei Arbeiten im Stehen kann eine erhöhte oder verstellbare Arbeitsfläche dazu beitragen, dass man sich nicht unnötig krumm macht. Wenn man ständig stehen muss, kann ein ergonomischer Stehsitz für eine Entlastung der Gelenke sorgen. Tipps für einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz finden Sie hier.

Eine Frau streckt sich an ihrem Schreibtisch
Häufig recken, strecken und die Position verändern – das entlastet Rücken und Gelenke. Außerdem hilft es, zwischendurch aufzustehen und ein wenig herumzulaufen© iStock
 

Richtig heben

Insbesondere zum Heben schwerer Dinge sollte man immer mit geradem Rücken in die Hocke gehen. Dabei leicht die Beine grätschen, Rücken- sowie Bauchmuskulatur anspannen und die Last mit aufrechtem Oberkörper aus der Hocke heraus hochziehen. Und spielen Sie nicht den Packesel. Einkaufsbeutel verteilt man am besten auf beide Hände und hält die Arme beim Tragen eng am Körper. Sperriges und sehr Schweres lässt sich am besten ziehen oder schieben – zum Beispiel mit einem Shopping-Trolley.

 

Alternative Sitzball?

Sitzbälle waren lange Zeit als Alternative zum Bürostuhl sehr beliebt. Inzwischen raten Experten aber von dieser Verwendung der Bälle ab – die kleinen Muskeln, die die Bewegungen des Balls immer wieder ausgleichen müssen, werden irgendwann überlastet. Studien konnten zudem keinen Vorteil von Sitzbällen gegenüber Bürostühlen belegen. Stattdessen raten Mediziner zu einer häufig wechselnden Sitzposition und zum zwischenzeitlichen Arbeiten im Stehen. Als Trainingsgerät bei Stabilisationsübungen ist der Sitzball aber gut geeignet – aufgrund seiner Instabilität ist der Effekt größer als bei Übungen, die ohne Ball am Boden durchgeführt werden.

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