Gelbsucht-Behandlung: Fokus auf auslösender Krankheit

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da die Ursachen einer Gelbsucht unterschiedlich sind, fällt auch die Gelbsucht-Behandlung unterschiedlich aus und richtet sich nach der jeweiligen Grunderkrankung. PraxisVITA erklärt, was wirklich gegen Gelbsucht hilft.

 

Operativer Eingriff ist notwendig, wenn wiederholt Entzündungen der Gallenblase auftreten

Dabei wird das Untersuchungsgerät (Endoskop) über den Mund in den Zwölffingerdarm eingeführt. Durch das Endoskop wird ein Röntgen-Kontrastmittel in den Gallengang gespritzt, sodass auf den anschließend angefertigten Röntgenbildern die Lage der Gallensteine erkennbar wird. Mithilfe einer speziellen Vorrichtung am Endoskop lassen sich die Gallensteine dann entfernen. Ein operativer Eingriff ist dann notwendig, wenn wiederholt Entzündungen der Gallenblase oder andere Beschwerden durch die Gallensteine auftreten, die eine Gelbsucht auslösen. In diesen Fällen wird die Gallenblase operativ, zum Beispiel mithilfe einer Bauchspiegelung (Laparoskopie), über den Bauchraum zur Gelbsucht-Behandlung entfernt.

 

Gelbsucht-Behandlung: Die Leber entgiften

Lösen bestimmte Medikamente oder Alkohol eine Gelbsucht aus, kann sich die Leber zur Gelbsucht-Behandlung – je nach Ausmaß ihrer Schädigung – wieder erholen, wenn diese Stoffe abgesetzt werden. Bei einer Gelbsucht durch eine alkoholbedingte Leberschädigung gilt strikter Alkoholverzicht. Dies lässt sich meist nur mit einer Alkoholentzugs-Behandlung erreichen. Verursachen Viren eine Leberentzündung (zum Beispiel eine Hepatitis C) mit folgender Gelbsucht, kommen Medikamente, zum Beispiel eine Interferon-Behandlung, zum Einsatz.

Gelbsucht
Die Gelbsucht-Behandlung bei Säuglingen ist nicht immer erforderlich – die Symptome sollten jedoch genau beobachtet werden, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können© Fotolia
 

Neugeborenen-Gelbsucht: Behandlung mittels Phototherapie

Eine Neugeborenen-Gelbsucht muss nicht immer behandelt werden, da sich die Bilirubin-Werte häufig in den ersten Tagen und Wochen wieder von alleine normalisieren. Eine Behandlung des Neugeborenen-Ikterus ist aber notwendig, wenn der Bilirubin-Wert im Blut einen gewissen Grenzwert überschreitet. Zur Behandlung eignet sich die Phototherapie. Dazu wird das Neugeborene in mehreren Intervallen von vier bis sechs Stunden einem blauen Licht ausgesetzt. Um die Augen vor den UV-Strahlen zu schützen, bekommt es einen Augenschutz. Das blaue Licht führt zur Spaltung des Bilirubins, sodass es wasserlöslich wird und leichter aus dem Körper ausgeschieden werden kann. Lässt sich der Bilirubin-Wert durch die Phototherapie nicht ausreichend senken, wird in seltenen Fällen eine Austauschtransfusion durchgeführt. Dabei erhält das Neugeborene bei einer Bluttransfusion Spenderblut mit einem normalen Bilirubin-Spiegel. Die Gelbsucht-Behandlung bei Neugeborenen ist wichtig, um eine Bilirubin-Enzephalopathie zu verhindern – dabei handelt es sich um eine lebensgefährliche Hirnschädigung des Neugeborenen.

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