Gehirnverletzungen – oft nach einem Sturz

Gehirnerschütterung folgt meistens auf einen Schlag gegen den Kopf
Eine Gehirnerschütterung folgt meistens auf einen Schlag oder Stoß gegen den Kopf. Dabei wird die Funktion der Nervenzellen im Gehirn gestört © Fotolia

Nur eine Ohnmacht oder ist mein Leben bedroht? Unfälle haben oft schlimme Folgen – wie eine Gehirnerschütterung. Lesen Sie hier, was dabei genau im Kopf passiert.

 

Was passiert bei einer Hirn-Erschütterung?

Es gibt auch die leichte Form des Schädel-Hirn-Traumas, die umgangssprachlich als Gehirnerschütterung bezeichnet wird. Dabei ist die Funktion der Nervenzellen im Gehirn nach einem Schlag oder Stoß gegen den Kopf vorübergehend gestört. Die Erschütterung äußert sich zumeist durch Kopfschmerzen, Schwindel oder auch Übelkeit und Erbrechen. Einige Patienten verlieren das Bewusstsein für wenige Minuten.

Therapie: Um andere Erkrankungen auszuschließen, sollte man mit einer Gehirnerschütterung immer ins Krankenhaus. Ärzte verordnen in unkomplizierten Fällen fünf bis sechs Tage Bettruhe. Bei ausreichender Schonung klingen die Symptome meist von allein ab.

 

Was ist Schädel-Hirn-Trauma?

Aufgrund äußerer Gewalteinwirkung auf den Kopf (Sturz, Zusammenprall, Schläge oder Stöße) kommt es zu Blutungen und Flüssigkeitsanlagerungen im Gehirn. Gerade dort sind sie sehr gefährlich: Denn weil das Gehirn von der Schädeldecke umschlossen wird, erzeugt jede Schwellung Druck. Und dadurch nimmt die Sauerstoff-Versorgung im Gehirn ab.

Die Folge: Gesundes Gewebe wird beschädigt, im schlimmsten Fall gehen wichtige Hirnfunktionen verloren. Betroffene sind nach dem Trauma anhaltend bewusstlos (komatös). Durch chirurgische Eingriffe können Ärzte versuchen, den Druck zu mindern. Zusätzlich werden abschwellende Medikamente verabreicht. Ob und in welchem Zustand der Patient wieder aus dem Koma erwacht ist nicht vorhersehbar.

 

Was ist eine Gehirnprellung?

Bleibt jemand länger als eine Stunde bewusstlos, handelt es sich vermutlich um eine Gehirnprellung. Diese entspricht einem mittelschweren bis schweren Schädel-Hirn-Trauma.

Trauma: Das Gehirn stößt infolge von Gewalteinwirkung an den Knochen.

Mögliche Folgen sind Lähmungen, epileptische Anfälle, Verlust des Riechvermögens oder Sprachstörungen. Patienten mit einer Hirnprellung müssen im Krankenhaus intensivmedizinisch betreut werden. Dort wird der Hirndruck regelmäßig kontrolliert. Entwässernde Maßnahmen beugen einer lebensbedrohlichen Druck-Erhöhung vor. Ein operativer Eingriff wird notwendig, wenn Blutungen im Gehirn oder unter der harten Hirnhaut festgestellt werden.

 

Ws ist ein Schlaganfall?

Hirnblutungen werden nicht nur durch Gewalteinwirkungen von außen verursacht. Auch eine sogenanntes Aneurysma kann der Grund sein. Dabei handelt es sich um eine Schlagader (Arterie), die an einer örtlich begrenzten Stelle erweitert ist. In diesem Gefäßabschnitt bildet sich eine dauerhafte Ausbuchtung, die wie ein Säckchen aussieht. Entsteht ein Aneurysma an den Hirngefäßen, kann es einen Schlaganfall auslösen. Denn das Gefährliche ist: Aneurysmen werden oft nicht bemerkt – bis sie eines Tages platzen. Dann kommt es zu Blutungen im Gehirn und steigendem Druck. Symptome: Plötzlich auftretender, extremer Kopfschmerz, Todesangst. Betroffene müssen sofort in die Klinik. Bei Hirnverletzungen wird die Diagnose mit Hilfe einer Computer-Tomografie (CT) des Kopfes gestellt. Genauere Befunde liefern Magnet resonanz-Tomografie (MRT) oder Angiografie.

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.