Gehirnerschütterung: Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Für die Diagnose der Gehirnerschütterung am wichtigsten sind für den Arzt sind die Schilderungen des Verletzten darüber, wie es zu dem Unfall, Sturz oder Stoß kam und unter welchen Beschwerden er seitdem leidet. Oft sind auch Informationen von Beobachtern des Unfalls nötig, weil der Betroffene selbst sich eventuell nicht sicher erinnern kann.

Gerade bei kleinen Kindern sind Einschätzungen von Bezugspersonen besonders wichtig, da nur diese beurteilen können, ob sich das Kind ungewohnt verhält.

Oft werden weitere Untersuchungen zur Gehirnerschütterung-Diagnose durchgeführt. Diese sind aber nicht dazu da, eine Gehirnerschütterung festzustellen, sondern um schwerere Verletzungen auszuschließen.

 

Diagnose der Gehirnerschütterung

Häufig wird im Rahmen der Gehirnerschütterung-Diagnose eine Computertomografie (CT) des Kopfs angefertigt. Zwar kann man auf den Schnittbildern eine Gehirnerschütterung nicht sehen; sollte es im Gehirn aber irgendwo bluten oder das Gehirn durch die Verletzung anschwellen, ließe sich dies auf den Bildern aber erkennen und daraufhin schnell behandeln. Auch Knochenbrüche lassen sich auf den CT-Bildern feststellen. Gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen versucht man jedoch, wenn möglich, Röntgenstrahlung zu vermeiden. Da die Computertomografie mit Röntgenstrahlung arbeitet, werden CT-Untersuchungen nicht bei jeder Gehirnerschütterung durchgeführt, sondern nur, wenn der Arzt ein besonderes Risiko sieht. Die Computertomografie ist beispielsweise nach einem schweren Unfall oder wenn der Verletzte bewusstlos ist, sinnvoll.

Zur weiteren Gehirnerschütterung-Diagnose führt der Arzt einige neurologische Untersuchungen durch. Vor allem wenn keine CT-Bilder angefertigt wurden, werden einige einfache Untersuchungen in regelmäßigen Abständen wiederholt, um rechtzeitig festzustellen, falls sich der Zustand des Patienten verschlechtert. So leuchtet der Arzt beispielsweise immer wieder mit einer kleinen Lampe in die Pupillen. Wenn diese bei Lichteinfall in ein Auge nicht auf beiden Seiten gleichmäßig kleiner werden, ist dies ein mögliches Zeichen für einen erhöhten Druck im Kopf und damit für eine Blutung oder Schwellung des Gehirns. Es kann im Rahmen der Gehirnerschütterung-Diagnose auch sinnvoll sein, schlafende Patienten immer mal wieder zu wecken, um sicher zu gehen, dass sie nicht unbemerkt bewusstlos geworden sind.

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