Gefahrenstoff BPA: Warum er für Frauen schädlicher ist

Frau mit Kassenzettel
Der u.a. in Kassenbons enthaltene Stoff Bisphenol A (BPA) schadet Frauen mehr als Männern – das belegt eine aktuelle US-Studie © Fotolia

Die gesundheitsschädliche Substanz Bisphenol A (BPA) ist in vielen Kunststoffprodukten enthalten. Erfahren Sie hier, warum Frauen besonders gefährdet sind und wie sie sich schützen können.

Bisphenol A (BPA) ist in Alltagsgegenständen wie Konservendosen und Plastikgeschirr enthalten. Seine Wirkung auf die Gesundheit ist noch nicht vollständig geklärt. Einige Studienergebnisse deuten darauf hin, dass der Stoff das Herz schädigt, Diabetes fördert und die Fruchtbarkeit beeinflusst. Aufgrund dieser Indizien wurde 2011 die Verwendung von BPA in Babyflaschen EU-weit verboten.

Die Wissenschaftler der University of Cincinnati wollten in ihrer aktuellen Studie herausfinden, ob der Stoff unterschiedliche Auswirkungen auf die Herzgesundheit von Männern und Frauen hat.

 

BPA schadet weiblichen Herzen mehr

Dazu gaben sie männlichen und weiblichen Mäusen mit BPA belastetes Futter – die Dosis entsprach umgerechnet etwa der Menge, die Menschen im Schnitt täglich zu sich nehmen. Anschließend analysierten die Forscher den Effekt auf die Herzgesundheit der Tiere.

Das Ergebnis: Bei beiden Geschlechtern hatte der Stoff eine ähnlich negative Auswirkung auf Blutdruck und Herzleistung. Die weiblichen Mäuse waren jedoch nach der BPA-Aufnahme deutlich anfälliger für Gewebeschädigungen und Verletzungen des Herzmuskels als die der männlichen.

 

So schützen Sie sich vor BPA

Aus den Ergebnis schließen die Studienleiter, dass Frauen durch die Aufnahme von BPA einem höheren Risiko für Herzerkrankungen ausgesetzt sind als Männer. Sie raten ihnen darum, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Tupperware nicht in die Mikrowelle stellen: Die hohe Temperatur sorgt dafür, dass das BPA aus der Schüssel in das Essen gelangt
  • Wenn möglich Dosenlebensmittel meiden: BPA ist in der Innenbeschichtung von Konservendosen enthalten
  • Den Kassenbon nicht mitnehmen oder nach dem Kontakt Hände waschen: Das Papier, auf dem die Kassenzettel gedruckt werden, enthält BPA – der Stoff kann über die Finger absorbiert werden

Hamburg, 19. Januar 2015

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