Wie der Klimawandel uns krank macht

Rasmus Cloes

Gefahr Zecken

Die Zahl der Gebiete in denen man sich mit der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizieren kann wächst durch den Klimawandel. Das zeigt eine Untersuchung des RKI. Es bestimmt jedes Jahr Landkreise, die als FSME-Risikogebiet gelten. Ihre Zahl stieg von 65 im Jahr 2001 auf 141 im Jahr 2013. Verantwortlich für die Ausbreitung von FSME sind vermutlich milde Winter. 420 Fälle wurden dem RKI für 2013 gemeldet. Dunkelziffer: unbekannt. Die Erkrankungen kommen in allen Altersgruppen vor. Infizierte Zecken können die auslösenden Viren beim Stich durch die Haut übertragen. Die Viren befallen das Nervensystem, dringen bis ins Gehirn vor. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich wie bei einer Grippe, sind die ersten Symptome. Das kann weitergehen über eine leichte Hirnhautentzündung (typisch: steifer Nacken) bis zu schweren Entzündungen im Rückenmark und im Gehirn mit Lähmungen. Jeder 100. FSME-Fall endet tödlich. Eine Impfung kann jedoch vor der Krankheit schützen.

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