Gefahr für Kinder: Bluthochdruck durch Fernsehen

Ein kleines Mädchen schaut fern
Tägliches Fernsehen erhöht das Bluthochdruck-Risiko bei Kindern, zeigt eine neue Studie © Fotolia

Wenn Kinder zu viel Zeit vor dem Fernseher verbringen, steigt ihr Bluthochdruck-Risiko deutlich – das zeigen neue Studienergebnisse. Doch ab wann wird es gefährlich? Wir verraten es.

Ob am Sonntagmorgen, wenn die Eltern noch schlafen, oder nach der Schule – viele Kinder lieben Fernseher, Video- und Computerspiele. Die meisten Eltern sehen das nicht gern – kaum einer verbindet aber eine konkrete Gefahr für die Gesundheit mit den untätigen Stunden vor dem Bildschirm.

Das dürfte sich jetzt ändern – denn Forscher der Universitäten in São Paula (Brasilien) und Saragossa (Spanien) untersuchten in ihrer aktuellen Studie, welche Auswirkungen tägliches Fernsehen auf den Blutdruck von Kindern hat.

 

Mehr als zwei Stunden fernzusehen erhöht das Bluthochdruck-Risiko

Dazu analysierten sie Daten von mehr als 5.200 Kindern in acht europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Ungarn, Italien, Zypern, Estland, Schweden und Belgien) über zwei Jahre. Zu Beginn der Studie waren die Probanden zwischen zwei und zehn Jahren alt.

Das Ergebnis fiel erschreckend aus: Wenn die Kinder zwei oder mehr Stunden täglich vor dem Fernseher, Computer oder Videospielen verbrachten, stieg ihr Bluthochdruck-Risiko um 30 Prozent.

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Auslösern von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. Die Forscher raten darum Eltern betroffener Kinder, die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit auf unter zwei Stunden täglich zu verkürzen.

 

Täglich mindestens eine Stunde bewegen

Außerdem empfehlen sie täglich mehr als 60 Minuten körperliche Aktivität – etwa Sport, Spazierengehen oder Toben. Denn bewegen sich Kinder weniger, steigt ihr Bluthochdruck-Risiko um 50 Prozent – unabhängig von der täglichen Fernsehzeit.

Weitere Tipps gegen Bluthochdruck finden Sie hier.

 

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Hamburg, 26. Februar 2015

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