Gefahr Borreliose: Zecken lauern im Unterholz

Redaktion PraxisVITA
Am häufigsten sitzen Zecken in Sträuchern, Gräsern und im Laub
Am häufigsten sitzen Zecken in Sträuchern, Gräsern und im Laub © shutterstock

Sommerzeit – Wald und Wiesen laden zu Ausflügen ein. Doch Vorsicht: Überall lauern Zecken. Die kleinen Blutsauger können gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen.

Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung sitzen sie nicht auf Bäumen und lassen sich auf ihre Opfer herunterfallen. Vielmehr lauern sie auf Gräsern, Farnen oder losem Laub. Streift ein geeigneter Wirt an den Pflanzen vorbei, klammern sich die Spinnentiere fest und suchen sich eine passende Stelle. Um nicht abzufallen, verankern sie die Widerhaken ihres Stechrüssels in der Haut. Dann saugen sie sich mit Blut voll und fallen von selbst ab, wenn sie nicht entdeckt werden. Der Stich der Blutsauger ist nicht schmerzhaft – kann aber gefährlich werden. Denn Zecken können lebensbedrohliche Krankheiten wie Borreliose übertragen.

 

Richtig vorsorgen um Borreliose zu vermeiden

Das Robert-Koch-Institut gibt jedes Jahr eine Karte mit Risiko-Gebieten heraus. Insbesondere in den südlichen Teilen Deutschlands wird eine FSME-Schutzimpfung für Anwohner und Touristen empfohlen und in der Regel auch von den Krankenkassen bezahlt. Prinzipiell sind bei Wanderungen durch hohes Gras oder Gebüsch geschlossene Schuhe und lange Kleidung zu empfehlen. Auf hellen Stoffen sind die Spinnentiere am besten zu sehen. Nach jedem Ausflug in Wälder und Wiesen die Kleidung gut ausschütteln und den Körper nach den Blutsaugern absuchen.

 

Einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • Reste in der Wunde geblieben sind
  • sich um die Biss-Stelle ein rötlicher Ring bildet
  • Grippe-ähnliche Symptome auftreten
  • sich die Einstichstelle entzündet
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