Gefäßverschluss: Helmut Schmidt auf Intensivstation

Helmut Schmidt
Altkanzler Helmut Schmidt liegt auf der Intensivstation einer Hamburger Klinik – Grund ist ein Gefäßverschluss © Corbis, Fotolia

Medienberichten zufolge wird Altkanzler Helmut Schmidt auf der Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses behandelt. Der Grund sei ein Gefäßverschluss im Bein.

+++ 3. September: Inzwischen wurde Helmut Schmidt erfolgreich operiert – das Blutgerinnsel wurde per Katheter-Eingriff beseitigt. In zwei Tagen kann der Altkanzler das Krankenhaus wieder verlassen. +++

Wie die Zeitung „Hamburger Abendblatt“ berichtet, wurde Helmut Schmidt am Dienstag in ein Krankenhaus im Hamburger Stadtteil St. Georg eingeliefert und liege dort auf der Intensivstation. Grund für den Klinikaufenthalt sei ein arterieller Gefäßverschluss im Bein, heißt es in dem Artikel.

 

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Laut „Hamburger Abendblatt“ leidet Helmut Schmidt an einer sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Diese wird meist durch eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) in den Armen oder Beinen ausgelöst. Dabei lagern sich über Jahre hinweg Blutfette und andere Blutbestandteile, Kalk, Bindegewebe und kleine Blutgerinnsel an der Gefäßwand ab, sodass diese immer dicker wird. Die Arterie verengt sich zunehmend, bis das Blut kaum noch oder gar nicht mehr hindurchfließen kann.

 

Arterienverkalkung – Gefahr fürs Herz

Da die Ursache der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit meist eine Arterienverkalkung ist, sind in den meisten Fällen nicht nur die Arterien einzelner Gliedmaßen betroffen – in sämtlichen Gefäßen des Körpers können sich Ablagerungen finden. Das Risiko von Blutgerinnseln und damit das eines Herzinfarkts und Schlaganfalls ist für Patienten mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit darum deutlich erhöht.

Wie lange Helmut Schmidt im Krankenhaus bleiben muss, ist noch unklar. Im Bericht des „Hamburger Abendblatt“ heißt es, im Laufe des Tages solle entschieden werden, ob der Altkanzler operiert werden muss. Bei einer solchen Operation wird das Blutgerinnsel aus dem verstopften Gefäß entfernt oder es wird ein Bypass gelegt, der die blockierte Stelle in der Arterie überbrückt. Die Alternative ist in der Regel die Verabreichung eines Gerinnungshemmers, der das Gerinnsel auflöst.

Hamburg, 2. September 2015

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