Gefährliche Fahrgeschäfte: Wo der Spaß aufhört

In Deutschland locken jedes Jahr Jahrmärkte, Volksfeste oder Freizeitparks Hundertausende in die aufregendsten Fahrgeschäfte. Von der Achterbahn über Karussells bis hin zu Freifalltürmen ist für alt und jung alles dabei. Und jedes Jahr werden die Adrenalin-Attraktionen höher, schneller und rasanter. Doch mit diesem Trend gehen Gesundheitsgefahren einher – und allzu oft endet der Spaß mit den „fliegenden Bauten“ beim Arzt oder im Krankenhaus. Wir zeigen Ihnen in einer Bildergalerie, was Sie beachten sollten.

Eine Studie zeigt, dass in München während des Oktoberfests die Patientenzahlen bei Orthopäden um rund 20 Prozent zunehmen. Grund dafür sind nach Aussagen der Forscher größtenteils die Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese, wo seit 1810 das Oktoberfest stattfindet. Denn die Attraktionen – wie z.B. Achterbahnen oder multirotierende Karussells – sind nicht nur ein großer Spaßfaktor, sondern auch eine echte Gesundheitsgefahr.

 

Rein technisch ist man sicher

Rein technisch muss man sich in Deutschland bei der Benutzung der sogenannten „fliegenden Bauten“ im Grunde wenig Gedanken machen, denn sie alle werden von speziell ausgebildeten TÜV-Prüfern vor Inbetriebnahme nach einer strengen Kontrolle abgenommen. Zudem tun die Betreiber besonders bei rasanten Fahrgeschäften mit beispielsweise modernen Schalensitzen oder Sicherheitsbügeln viel, um ein Maximum an Sicherheit zu garantieren. 

Dennoch kommt es trotz aller Vorkehrungen immer wieder zu Verletzungen bei Besuchern von Volksfesten und Freizeitparks, weswegen gewisse Verhaltensregeln unbedingt beachtet werden sollten.

 

Warnhinweise ernstnehmen

An allen amtlich zugelassenen Fahrgeschäften sind in der Regel konkrete Warnhinweise angebracht, die unbedingt beachtet werden müssen. Wenn die Passagiere einer Achterbahn nicht größer als 1,90 Meter sein sollen, gewisse Attraktionen nur für Kinder über 12 Jahren zugelassen sind oder Besucher mit Herzleiden vor der Benutzung von Freifalltürmen gewarnt werden, dann hat das in der Regel Gründe, die man ernst nehmen sollte. Besonders Eltern sind dazu angehalten, ihre Kinder nur in geeignete Aufbauten einsteigen zu lassen.

Und natürlich darf es ein bisschen Nervenkitzel sein. Aber Menschen, die von vornherein Angst haben – z.B. vor einer Hang-over-Achterbahn –, sollten sich keinesfalls zu einer Fahrt überreden lassen. Die meisten Verletzungen ereignen sich, wenn Angst und Panik im Spiel sind. Dann ist der Körper verspannt – Zerrungen und andere schmerzhafte Blessuren sind die Folge.

Welche Gesundheitsrisiken genau von den Fahrgeschäften ausgehen, erfahren Sie in der folgenden Bildergalerie.

Hamburg, 7. August 2014

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.