Gedächtnisstörungen: Ursachen sind verschieden

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Von normaler Zerstreutheit über die altersbedingte Demenz bis zur "retrograden Amnesie" – Gedächtnisstörungen können ganz unterschiedlich sein und viele verschiedene Ursache haben. Zunächst sollte ein Arzt körperliche Ursachen ausschließen, um schnell eine Therapie einleiten zu können.

 

Woher kommen meine Gedächtnisstörungen?

Gedächtnisstörungen können eine Vielzahl an Ursachen haben. In den meisten Fällen sind die Auslöser eher harmlos. In manchen Fällen stecken jedoch auch körperliche oder seelische Erkrankungen hinter den Symptomen.

Viele Menschen verwechseln Konzentrationsstörungen mit Gedächtnisstörungen, in einigen Fällen lassen sie sich allerdings tatsächlich nicht deutlich voneinander trennen. Grundsätzlich gilt dabei: Beide können eher harmlos und vorübergehend oder krankhaft und behandlungsbedürftig sein.

Grafik einer Gedächtnisstörung
Zu Gedächtnisstörungen kommt es, wenn die Verknüpfungen im Gehirn nicht mehr richtig arbeiten© Fotolia
 

Ursachen von nicht krankhaften Gedächtnisstörungen

In solchen Fällen können Betroffene leicht selbst Abhilfe schaffen und die Störung ist nur kurzzeitig.

Kognitive Leistungsstörungen treten außerdem bei verschiedenen Krankheiten als Begleitsymptom auf, beispielsweise bei Depressionen oder Gefäßerkrankungen.

Bei einer Amnesie oder einer retrograden Amnesie kommen sowohl körperliche als auch psychische Belastungen als Ursache der Gedächtnisstörungen infrage. Oft spielen beide Faktoren zusammen, wie etwa bei einem Autounfall mit einem Schädel-Hirn-Trauma.

Eine alte Frau wirkt abwesend
Die Ursachen von Gedächtnisstörungen können in einer beginnenden Demenz liegen. Die altersbedingte Demenz tritt meist ab einem Alter von 65 Jahren auf© Fotolia

Faktoren, die Gedächtnisstörungen begünstigen

  • Genetische Veranlagung
  • Alter
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • negativer Stress
 

Demenz als Ursache von Gedächtnisstörungen

Eine verminderte Denk- und Merkfähigkeit ist vor allem ein klassisches Anzeichen einer Demenz. Demenzerkrankungen treten vorwiegend ab einem Lebensalter von 65 Jahren auf, betreffen gelegentlich aber auch jüngere Menschen.

In manchen Fällen geht Demenz auf eine gestörte Durchblutung des Gehirns zurück, dann liegt eine sogenannte vaskuläre Demenz vor. Die Behandlung zielt hier zunächst auf die Therapie der Gefäßerkrankung ab.

Die häufigere Form ist die (altersbedingte) Alzheimer-Demenz, bei der sich spezielle Eiweißfragmente im Gehirn anlagern und die Nervenzellen nach und nach absterben.

 

Gedächtnisstörung-Ursachen: Alkohl- und Drogenkonsum

Starker Alkohol- und Drogenkonsum können ebenfalls Gedächtnisstörungen verursachen. So ist regelmäßiger Alkoholmissbrauch nicht nur ungünstig für den Verlauf einer Demenz, sondern kann auch bei gesunden Menschen Vergesslichkeit fördern.

Gedächtnisstörungen durch Alkohol
Starker Alkohol- und Drogenkonsum können ebenfalls Gedächtnisstörungen verursachen© istock

Wichtig: Wenn Sie bei sich oder einem Angehörigen im Alter häufig gedrückte Stimmungen, einen sozialen Rückzug und Gedächtnisprobleme feststellen, können dies Anzeichen einer Demenz sein – aber ebenso ist eine Alterdepression möglich. Je früher die Symptome ärztlich abgeklärt werden, desto besser sind die Erfolgschancen bei einer Therapie!

Symptome
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.